16. Oktober - Etwas Quitte, bitte


Quitten sind in der Küche immer noch relativ unbekannt. Dabei gehören diese Baumfrüchte nicht nur zu den ältesten Kulturobstarten der Welt und sind extrem reich an Vitamin-C, sondern weisen bereits mit einer geschichtlichen Erwähnung auf eine 6.000 Jahre lange Verbreitung hin. Sie sind besonders schön in Form und Farbe und eignen sich bestens für Quittengeelee, Quittenkuchen bis hin zu Quittenlikör. Bei unserem vorgestrigen Besuch bei Barbara Stadler sind wir glücklicherweise einmal wieder mit dieser tollen Frucht un Berührung gekommen und haben sofort Lust bekommen, sie selbst mal zu verarbeiten. Unser Fazit also: Etwas mehr Quitte bitte.

15. Oktober - Über das Metaphorische in der Sprache der Chilenen
 
Erwing Rau ist Schauspieler, Erzähler, Chilene, Barbara Stadlers Ehemann und noch so vieles mehr. Bei unserem gestrigen Besuch in Martfeld bei den Beiden hatten wir unter anderem die Gelegenheit durch Erwing, der seine Theaterausbildung noch in Chile zu Zeiten Allendes absolvierte, einiges über das Metaphorische in der Sprache der Chilenen zu erfahren. So ent-wickelte sich der gestrige Abend zu Viert zu einem Abend der Poesie. Barbara, die Köchin und Erwing, der Schauspieler, entführten uns in die Welt der kulinarischen und chilenischen Poesie. Die beiden nennen ihr gemeinsames Programm, welches in ihrem Theater-Gasthof "Die Kastanie" stattfindet, "Kulinarische Kultur" und verbinden dabei einmal im Monat Essen, Trinken und Kultur zu "Fernweh auf dem Teller mit einem musikalischen Programm". Wir waren begeistert von ihrem Zusammenspiel aus Gaumenfreude und Sprache – ein Fest der Sinne. Zum heutigen Abschied blieb uns der eine klare Wunsch: "Wir kommen gerne wieder zu Euch".

14. Oktober - Als wir den Sommer wieder fanden

Heute endlich war es soweit. Nach Tagen, Wochen und gar Monaten ohne richtigen Sommer mit anhaltend schönem Wetter hatten wir schon fast den Glauben an eben jenen verloren und da geschah das Wunder: Der lang vermisste Sommer stand vollkommen unerwartet bei Gregor in Wentorf vor uns und wir nahmen ihn einfach mit. Nur wenige Stunden später und ein wenig mehr als hundert Kilometer von unserer Heimat entfernt öffneten wir eine Flasche Sommer. Tatsächlich stellte sich schon nach wenigen Augenblicken ein Gefühl von sommerlicher Freude ein. So schön kann eine Illusion sein, wenn auch nur für einen kurzen Moment.

13. Oktober - Gesichter erzählen Geschichten


Es gibt Momente im Fotografenleben, da macht es einfach "klick" und ohne nachzudenken fragen wir uns Unbekannte, ob wir sie fotografieren dürfen. Dabei ist es immer ein fotografieren "wollen" - ein innerer Antrieb, dem wir dann nur schwer widerstehen können. Und genauso war es in diesem Fall. Auf dem Hamburger Fischmarkt gegen fünf Uhr morgens kam dieser ältere Mann und sah sich nach frischem Fisch um. Während einer kurzen Unterhaltung erzählte er uns, dass er schon sein ganzes Berufsleben hier verbracht habe, alles und jeden kenne, und dass das hier sein zuhause sei. Und wir haben uns wieder einmal in diesen Augenblick verliebt. Und in dieses Gesicht, das voller Geschichten steckt, die wir zu kennen meinen, ohne sie zu kennen.

12. Oktober - Was bleibt

Heute war ein sehr ereignis- und abwechslungsreicher Tag. Während Christian in Hamburg den ganzen Tag in der Lux Location wieder einmal die schönen "Dinge mit Seele" fotografierte, war Mareike vormittags in einer Sortieranlage für Gewerbeabfälle fotografisch tätig, hatte später im Studio vier Mitarbeiterportraits und am Nachmittag ein Paarfotoshooting in der Wentorfer Lohe. An solch vollgepackten Tagen bleibt wenig Zeit zum Durchatmen, denn schließlich sollen Kendo und Greta bei all den Terminen nicht zu kurz kommen. Und doch sind es auch an solchen Tagen oft die Details, die kleinen Dinge, die Begegnungen oder Gespräche, die uns kurz innehalten lassen und zum Nachdenken anregen. So, wie dieses Müllensemble hier. Am langen Hals dieser uns nicht bekannten recht derangierten Dame, entdeckten wir ein Relikt der Photopia Fotomesse in Hamburg, die wir erst vor wenigen Wochen besucht haben. Für einen Moment waren sie wieder da, die Bilder von den Messehallen, den Gesprächen und Begegnungen mit einigen unserer Kollegen und … und dann ging es auch schon zur nächsten Station. Zurück blieb nur dieses Band mit dem Schriftzug, welches vielleicht noch nicht sofort fachgerecht sortiert wird, sondern noch weiter den Hals der rothaarigen, etwas melancholisch dreinschauenden Dame zieren darf.

11. Oktober - Aus der Nachbarschaft

Als wir am Wochenende fast am Ende unseres Spaziergangs angekommen waren, hielt plötzlich ein Auto neben uns. Die Scheibe wurde heruntergekurbelt und wir wurden von Stefanie angestrahlt und gefragt, wann wir denn nun endlich mal zum Grillen vorbei kommen würden. Stefanie haben wir vor einigen Jahren für Businessaufnahmen kennengelernt und vor wenigen Wochen schon einmal für unseren Blog fotografiert und da kam es auch zu der EInladung zum Grillen. Dazu kam es bisher noch nicht und nun trafen wir sie zufällig auf der Straße und hatten ein paar Minuten Zeit für einen kurzen Austausch. Wir genießen es sehr, hier in der Region immer wieder mal bekannte Gesichter zu treffen und ein paar Minuten oder länger für einen Austausch zu verweilen. Und nun freuen wir uns zusätzlich noch auf ein baldiges Grillen in der Nachbar-schaft.

10. Oktober - Freude pur


Wir hatten Freude. Und Jana auch. Heute morgen waren wir – fast noch zu nachtschlafender Zeit - mit ihr an der Bille für Fotoaufnahmen verabredet. Jana hat im letzten halben Jahr ihr Leben ganz schön umgekrempelt (unter anderem hat sie über 40 kg abgenommen) und das wollte sie nun einmal in Bildern - ganz für sich selbst - festhalten. So kam es zu  unserem heutigen Treffen. 
In den frühen Morgenstunden ist das Licht einfach magisch. Die Sonnenstrahlen, die sich ihren Weg durch den Frühnebel bahnen, die Herbstfärbung des Laubes und dazu zwei nur schwer zu zügelnde Hunde, die von der einen Uferseite zur anderen hin und her pesten, glücklich, einfach einmal ohne Leine loslegen zu können – all das ließ diesen Fototermin so schön werden. Dazu Jana, die es uns mit ihrer tollen Ausstrahlung und positiven Lebenseinstellung leicht machte, schöne und natürliche Bilder von ihr zu machen.

09. Oktober - Unterwegs mit den „Good Fish Guys“


Einen großen Vorteil hat es ja, wenn man in der Nacht zu einem Termin nach Hamburg fährt. Es ist auf den Straßen so leer, wie sonst nur zur Ferienzeit, bei einer Schneekatastrophe oder während der ersten Wochen der Corona-Pandemie. Leider funktionieren die Blitzer jedoch auch zu solchen Zeiten. In diesem Fall ging die Tour um vier Uhr in der Früh auf den Hamburger Fischmarkt, um dort die "Good Fish Guys" Sebastian Baier und Michael Wickert bei ihrer Arbeit zu begleiten. Und wenn man erst einmal auf den Beinen ist, einen Becher Kaffee bekommen hat und so eine tolle Atmosphäre erleben kann, ist die Müdigkeit fast verflogen – zumindest für ein paar Stunden …

08. Oktober - Ist das Werkzeug für die Kreativität entscheidend?


Heut hatten wir eine Diskussion darüber, ob neues Werkzeug zu mehr Kreativität anregt oder nicht. Konkret ging es hierbei um das iPhone. Mareike hat noch ein älteres Modell, das iPhone 7, und Christian bereits das Modell X. Jetzt aber mal zur Sache: seit ein paar Wochen gehen fast jeden Tag ein paar neue Instagram-Storys online und Christian ist begeistert von Mareikes Kreativität. In Windeseile und geradezu spielerisch zaubert sie Impressionen unserer Lieblingsadressen-Shootings bei Instagram online. Die Abgebildeten sind begeistert und uns bereitet es eine Riesen Freude. Bis zu dem Moment, als Christian von dem neuen iPhone 13 erzählte - mit noch mehr umwerfenden Video- und Fotofunktionen - ist ja klar, wer würde auch schon ein neues Modell mit weniger Funktionen promoten. Und jetzt wird es spannend: denn die Frage, ob ein verbessertes Modell neben dem Spaß auch bessere Ergebnisse erzielt, konnte zwischen uns nicht abschließend geklärt werden und deshalb hoffen wir auf die ein oder andere E-Mail von Euch, die zu diesem Thema etwas Erhellendes sagen kann. Also, wer kann uns zu Pro und Contra eines Werkzeuges etwas schreiben? Wie sind eure Erfahrungen mit dem neuesten technischen Gegenständen - helfen sie oder behindern sie Eure Kreativität?

07. Oktober - Es braucht nicht viele Worte


Wir waren bei Eckhard Panz in Hohnstorf bei Lauenburg an der Elbe zu Besuch, im Rahmen einer fotografischen Begleitung der beiden Fischexperten Sebastian Baier und Michael Wickert. Als wir gemeinsam über die Elbe glitten, hätten wir fast das Fotografieren vergessen, so schön und entspannend kann eine Bootsfahrt sein und das bei diesem herrlichem Herbstwetter. Und viele Worte braucht es auch nicht …

06. Oktober - Freiheit und Verantwortung


Das war heute eines unserer Themen mit Bill, der uns heute vormittag überraschend besuchte. 
Wir sprachen unter anderem über seinen zweiten Roman, der in einigen Monaten publiziert wird und kurz über die Bundestagswahl, die seiner Meinung nach im Ergebnis wenig Überraschungen bot. Interessanter war dann unsere Diskussion über das Thema "die Freiheit des Einzelnen in Bezug zu der Verantwortung für die Allgemeinheit". Während für uns der verantwortliche Umgang mit unserer Freiheit untrennbar mit der Verantwortung für die Allgemeinheit verbunden ist, sah Bill das ganze etwas anders und es kam zu einer angeregten Diskussion. Einig waren wir uns jedoch darüber, dass wir froh und dankbar sind, nicht in einem totalitären Land wie China zu leben. Darüber vergaßen wir fast die Zeit und mussten uns zu unserem nächsten Termin für die Lieblingsadressen sputen. 
Da erwarteten uns schon die Lerntiere in der Lohe. Sofort fiel alle Hektik von uns ab und wir tauchten in die schöne Atmosphäre ab.

05. Oktober - Manchmal …

… haben wir an einem Tag so viel erlebt und fotografiert, dass wir uns entweder nicht für eine Geschichte entscheiden konnten oder schlicht und ergreifend keine Zeit fanden, dafür ein Foto zu machen. Und genau so ging es uns heute. Während Mareike für einen Kunden unter anderem auf einer Recyclinganlage unterwegs war, um diverse Situationen für Website und Flyer zu fotografieren, hatte Christian alle Hände voll mit den „schönen Dingen des Lebens“, wie Glaskugeln, japanischen Teekannen, Adventskalendern, Baumschmuck und ähnlichem zu tun, die noch in diesem Jahr gedruckt in Katalogen und im Internet erscheinen sollen. Am Nachmittag und Abend standen dann noch zwei Termine für die Lieblingsadressen an und als wir gegen 19.30 Uhr dann endlich fertig und wieder im Studio waren, schauten uns vier Hundeaugen glücklich, aber auch ein wenig vorwurfsvoll an. Und das ist der Grund dafür, wie es diese Büropflanze in unser Logbuch geschafft hat.   

04. Oktober - Wahlnachlese


Endlich war es soweit: die langersehnte Wahlnachlese in Hamburg. Wie fast immer, wenn Christian Ingo besucht, sitzen die beiden auf seinem Balkon, grillen eine Wurst, trinken ein Bier und unterhalten sich über Gott und die Welt. Dieses Mal nahm natürlich der Wahlausgang einen größeren Raum ein und beide konnten seinem Ausgang durchaus viel Positives abgewinnen, wobei ein gewisser Unglaube über das desolate Abschneiden der Unionsparteien noch mitschwang. Das Wichtigste darf aber an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: die Wurst mit der Semmel war einfach delikat.

03. Oktober - Er läuft und läuft und läuft.


VW-Käfer sind die Leidenschaft von Torben, der zusammen mit seiner Familie in der Nähe von Bad Bevensen auf einem alten Bauernhof lebt. Torben ist der zweite Vorsitzende der Oldtimer-Freunde Elbtalaue / Bleckede und beruflich ebenfalls den Autos als Prüfingenieur und Kfz-Sachverständiger verbunden. Neben zwei "normalen" VW Käfern besitzt er auch noch ein Käfer-Cabrio. Alle drei sind fahrbereit und werden fachgerecht in Schuss gehalten. Torben liebt den eigenen Charakter dieser alten Autos und deren wertige Verarbeitung, bei der noch auf Langlebigkeit geachtet wurde. Er erzählte uns, dass selbst bei gleicher Motorisierung zweier baugleicher Fahrzeuge, diese niemals gleich zu fahren seien - jedes Auto hat sein Eigenleben. Während unseres zweieinhalbstündigen Besuchs tobten Greta und Kendo die ganze Zeit mit Flora, der Hünind der Familie, stöberten durch die Werkstatt und erkundeten das Grundstück.  Begeistert waren sie - ebenso wie wir - von den altdeutschen Hühnern, die die beiden allerdings aus sicherer Entfernung beobachtet haben. 

02. Oktober - Schneewittchen und die 7, 8, 9, …

… 10 und mehr Zwerge. Bei 12 haben wir vorerst aufgehört zu zählen, doch es gibt inzwischen offenbar 32 dieser kleinen Bronzestatuen in Hitzacker. Die von der Künstlerin Beata Zwolanska-Holod in Breslau gefertigten lustigen Gesellen erfreuen sich großer Beliebtheit und sie werden in den kommenden Jahren sicher weiteren Zuwachs bekommen. Der Zwerg "Audi" ist sogar so beliebt, dass er bis 2020 schon drei mal "verschwunden" ist. Was für eine Gemeinheit! 
Auch wir waren heute für bestimmt eine Stunde im "Zwergenfieber" und erfreuten uns an jedem neu entdeckten liebevoll gestalteten Sagenwesen. Apropos Sage: Die Zwerge haben eine lang verwurzelte Geschichte mit der Stadt Hitzacker. So erzählten sich schon vor Jahrhunderten die Menschen Geschichten über die guttätigen Wesen, die in unterirdischen Gängen wohnten und den Bewohnern Hitzackers zur Hand gingen. Was für eine schöne Vorstellung.
Schneewittchen haben wir heute natürlich nur dazu gedichtet, aber es passte so schön als Einstieg in diesen Beitrag.

01. Oktober - Die Zwergenstadt an der Elbe


Kaum kamen wir heute - zu unserer kleinen Auszeit - in Hitzacker an, begrüßte uns auch schon dieser Riesenzwerg am Eingang unseres Hotels. Nicht genug, dass diese Zwerge in klein überall auf der Welt ihr "Unwesen" treiben, nein, jetzt gibt es sie auch noch in dieser Größe ... und was hat dieser Zwerg hier eigentlich zu suchen?
Die Auflösung bekamen wir etwas später geliefert: Hitzacker ist eine Zwergenstadt aus alter Zeit und in der städtischen Chronik steht auszugsweise folgendes geschrieben: "Es ist eine alte Sage, welche alte Leute von ihren Großeltern und diese wieder von ihren Vorfahren gehört haben, dass vor Zeiten in den Bergen um Hitzacker und besonders in dem Schlossberge kleine unterirdische Leute als Zwerge sich aufgehalten haben, welche sich zwar sehr selten sehen lassen, doch aber gegen die Einwohner dieses Orts sehr guttätig sich erwiesen und mit ihrem Hausgeräte bei Hoch leiten und andern dergleichen feierlichen Handlungen an die Hand gegangen."

Aha! Da haben wir wieder einmal etwas gelernt und werden an diesem Wochenende Ausschau nach weiteren Zwergen halten. 

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