18. April – Von allem mehr als genug und davon ziemlich viel


Kauft man ein Besteck und ein Tafelservice eigentlich am besten für vier, sechs oder besser gleich für zwölf Personen? Und wenn, dann auch gleich mit den dazu passenden Schüsseln und dem dazugehörigen Besteck? Doch was macht man, wenn dann noch zwei weitere Gäste zu Besuch kommen? Einfach Pappteller und Plastikbesteck unter schummeln? Vielleicht lieber gleich alles für mindestens 30 Personen kaufen – haben ist besser schließlich als brauchen. Oder alles auf Anfang und es so machen wie Christian neulich bei einem von ihm geplanten Essen: Die fehlenden Löffel kamen leihweise vom Sohn und die fehlenden Teller vom Bruder. Passte optisch nicht perfekt, war aber auch nicht wichtig an dem Abend. Wichtig war einzig und allein, dass wir zusammenkamen. Stühle hatten wir ausnahmsweise einmal genug, aber auch das wäre kein Problem gewesen. Improvisation ist alles.

17. April – Spielen, spielen, spielen


So viele verschiedene Kartenspiele haben wir lange nicht mehr auf einem Tisch liegen sehen, geschweige denn jemals gespielt. Heute Abend trafen wir uns mit Dominique und Bruno bei Regine und Ralf. Nicht nur zum Klönen und Essen, sondern in erster Linie zum Spielen. Sensationell, was sechs Personen so an verschiedenen Kartenspielen zusammentragen können. Doch wer denkt sich bitte all diese Varianten aus? Wer gestaltet die Spielkarten, schreibt die Regeln auf und testet dann am Ende das Spiel? Und wird es dann auch von der breiten Masse angenommen? Erfahren haben wir auch, dass die größte Spielmesse der Welt (natürlich) in Deutschland stattfindet. Die Spiel Essen öffnet in diesem Jahr vom 3. bis 6. Oktober ihre Tore für das interessierte  Publikum. Im letzten Jahr kamen fast 200.000 Besucher aus der ganzen Welt nach Essen, um sich unter anderem über die 1.750 Spiele-Neuheiten zu informieren. Mal sehen, vielleicht sind wir in diesem Jahr ja auch mal dabei.
www.spiel-essen.de/de

16. April – Muss das denn wirklich sein?


Was für ein Gedöns um so ein paar blöde Fotos! Die laufen hier die ganze Zeit um den Tisch, stellen Stühle, Lampen und Deko hin und her, nur um am Ende so ein komisches Foto zu machen. Wie ungemütlich! Dabei hatte ich mich auf ein klein wenig Ruhe und Entspannung gefreut. Ein paar Leckerlis und endlich mal ohne Stress chillen. Da kommen die beiden Typen, machen ein auf dicke Hose und vermiesen mir die Ruhe. Aber ich habe sie im Blick. Darauf können sie sich verlassen. Wenn die beiden nicht richtig abliefern, können sie was erleben! Über eine Stunde dauert der Zirkus jetzt schon. Unglaublich. Dabei soll doch heute mit dieser tollen Digitaltechnik alles so viel schneller und besser funktionieren. Bringt das wirklich so viel Erleichterung mit sich? Na ja, die Ausrüstung ist im Laufe der Jahre schon kleiner geworden. Früher kamen die beiden Fotomenschen hier noch mit riesiger Ausrüstung an, bauten dann erst einmal stundenlang auf, suchten sich Steckdosen, wo keine waren und heute stellen sie ihr Licht auf und brauchen keine Steckdosen mehr. Akkubetrieb ist das Zauberwort. Scheint heute ja alles darüber zu laufen. Mir soll es recht sein, Hauptsache, sie verabschieden sich jetzt. Dann habe ich endlich wieder meine Ruhe. Basta.

So oder ähnlich hätten Ivas Gedankenbei unserem gestrigen Fototermin bei Julia Bentin für die Lieblingsadressen Sachsenwald sein können.  Für uns war es herrlich, ihr beim Denken und Chillen zuzuschauen.

15. April – Sammelleidenschaft


Haben wir nicht alle schon einmal etwas in unserem Leben gesammelt? Puppen, Spielzeugautos, Steckfiguren, Eisenbahnlokomotiven, Schlümpfe, Briefmarken, Münzen sind nur einige der Dinge, die sich sammeln lassen. Am Ende bleibt dann oft nur noch der reine Materialwert, bevor es – wie in diesem Fall – zum Einschmelzen oder auf den Recyclinghof geht. Bei wertvollen Sammlungen freuen sich eventuell die Hinterbliebenen und einige führen diese sogar fort. Doch woher kommt unsere Leidenschaft am Zusammentragen von Dingen? Ist es die Freude, mehr als andere Sammler zu besitzen? Sich mit Gleichgesinnten auszutauschen? Das Gesammelte immer wieder hervorzuholen und anzuschauen? Vielleicht ist der Auslöser für das Sammeln auch ein ganz Profaner, wie zum Beispiel Langeweile. Oder aber es ist in unserer DNA verankert. Immerhin waren unsere Vorfahren Jäger und Sammler und auch in der Tierwelt finden sich diese Verhaltensweisen. Bei den hier gezeigten Zinngenerälen steckte sicherlich auch die Freude an militärischen Objekten dahinter, aber offenbar fand sich niemand, der an dieser Stelle weiter sammeln wollte. Vielleicht werden aus den geschmolzenen Generälen ja wieder einmal Figuren entstehen, die in fernen Zeiten mühevoll zu einer neuen Sammlung zusammengetragen werden. Ein ewiger Kreislauf.

14. April – Ist das schon Können oder noch Anfängerglück?



Seit wir unser Grundstück in Meudelfitz vor etwa drei Jahren gekauft haben, sind wir dort aktiv. Nachdem es einmal – bis auf einige Bäume – komplett gerodet und dort Rasen ausgesät wurde, haben wir bereits im ersten Jahr über 60 wurzelnackte Gehölze und Wildrosen gepflanzt, mehrfach den Rasen gemäht und uns vor den Hausbau noch von drei Bäumen, sowie im weiteren Verlauf von vielen "Wurzelnackten" verabschieden müssen. Die Baumaschinen und die Trockenheit gaben ihnen den Rest. Auch der erste Rasen ist heute nur noch zum Teil vorhanden. Mit Fertigstellung des Hauses ging es dann im Garten richtig los: Wir haben den Boden wieder aufgelockert, viele weitere heimische Gehölze und Stauden gepflanzt und einen Böschungsrasen mit einem etwa dreiprozentigen Wildkräuter-Anteil gesät. Vier Hochbeete gebaut und weitere Obstbäume und -sträucher in die Erde gebracht. Und nun sitzen wir hier und staunen mit offenen Mündern, wie unser bis dato nicht existentes Gartenwissen sich in eine gute Richtung entwickelt. Es wurden Bücher oder Artikel gelesen, Websites durchforstet, Videos geschaut und diverse Pflanzenbestimmungs-Apps bemüht. Wir versuchen, den Garten naturnah zu gestalten und arbeiten auf einen kontrollierten Wildwuchs hin, wobei wir vor allem darauf achten, dass sich keine invasiven Neophyten hier breit machen. "Invasiver Neophyt – was ist das denn." Haben wir seitdem schon öfter gehört. Eine Erklärung würde diesen Rahmen hier jetzt sprengen, wer sich aber näher damit auseinandersetzen möchte, kann sich gerne auf der Website www.naturadb.de umschauen. Wir schauen derweil den Pflanzen noch ein wenig beim Wachsen zu und genießen später ein Omelett mit Rucola, Spinat und Brennnesseln aus dem eigenen Garten. 

13. April – Einfach mal den Grashalmen beim Wachsen zuschauen


Das ist das, was wir uns so oft wünschen. Doch es gelingt nur selten. Allzu oft kommt der Alltag dazwischen. Wir hetzen von einem Termin zum Nächsten und dazwischen wollen die Hunde zu ihrem Recht kommen. Doch wer bleibt auf der Strecke? Oftmals wir und manchmal auch Freunde, Bekannte und Verwandte. Ganz anders heute. Da war er aber da, dieser magische Tag: Gut vorbereitet erwarteten wir unseren Besuch und dann kam die Nachricht, die diesen Tag zu einem perfekten Tag machte: unser Besuch kam eine knappe Stunde später, als wir mit ihm gerechnet hatten. Erst einmal mit einem Kaffee auf die Terrasse. Atmen. Das Licht, die Farben, den Wind, die Ruhe und die Wärme genießen. Die Grashalme vor dem Haus wiegen sich im Wind hin und her und wir nehmen uns die Zeit, ihnen beim Wachsen zuzuschauen. Einige Zeit später: der Besuch ist da. Wir brunchen mit lebendigen Gesprächen und dezenter Musik im Hintergrund. Die drei Hunde wechseln ihren Platz von "unter dem Tisch" – es könnte ja was herunterfallen –  in den Garten. Ein Spaziergang mit Blick über die Elbe folgt. Lauter Glücksmomente. Zufriedenheit. So könnte es immer aussehen: das Leben.

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12. April – So lässt es sich arbeiten


Hatten wir schon einmal erwähnt, dass wir faul sind? Nein? Es gehört ja auch nicht gerade zu den positiv belegten Eigenschaften, mit denen Menschen sich gerne bezeichnen. Wir aber nehmen jede Form der Arbeitserleichterung dankend an, so wie im Bioladen in Wentorf beim Fototermin für die Lieblingsadressen Sachsenwald. Es kam sogar noch besser: Ob wir einen Kaffee wollten, wurden wir gefragt. Aber sehr gerne. Danach ein paar Runden mit dem Einkaufswagen und der Fotoausrüstung im Laden gedreht, bevor wir zum eigentlichen Zweck unseres Besuchs kamen: ein Foto zu machen. Fast hätten wir unsere Ausrüstung dann noch vergessen – so bequem war das Arbeiten. Gerne weiter so! 

11. April – Freundschaft

Mareike und Maya kennen sich bereits seit ihrer Schulzeit und seitdem treffen sich die die beiden in regelmäßig unregelmäßigen Abständen. Dabei stellen sie immer wieder fest, wie ähnlich sie sich in vielen Bereichen des Lebens sind. Freundschaft ist etwas ganz wunderbares, besonders, wenn diese über viele Jahrzehnte besteht. Denn selbst, wenn man sich viele Wochen, Monate oder gar Jahre nicht gesehen oder gesprochen hat ist es kein Problem, an die alten Geschichten anzuknüpfen und sich über Neues auszutauschen. In der letzen Woche haben es die beiden nach langer Zeit mal wieder geschafft sich zu treffen und die Stunden vergingen wie im Flug. Dazu gab es nach einem Rezept von Ottolenghi einen Blumenkohl aus dem Ofen mit zweierlei Dips – einfach nur lecker. So eine Verbindung zu haben ist wunderbar und einfach unbezahlbar.

10. April – Auf den Müll damit


Was einst heiß und innig geliebt wurde, wird früher oder später oft achtlos weggeworfen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Es landet schließlich im Müll. Kommt auf eine Deponie, wird dort unter Umständen wieder sortiert und recycelt oder letztendlich verbrannt. Was hat diese kleine Spielfigur schon alles erlebt? Durch welche Kinderhände ist sie gegangen. Welche Tränen gab es im Supermarkt, damit sie überhaupt den Weg ins Kinderzimmer geschafft hat? Nur um am Ende mehr oder weniger unbeachtet zuerst noch ein trauriges Dasein im hintersten Winkel des Zimmers zu fristen, bevor es den Weg in den Mülleimer fand. Überfluss im Überfluss. Millionen von Dingen, die jeden Tag gekauft und wieder weggeschmissen werden. 

09. April – Nirgends wird …


… so schön gestorben, wie in der Oper. Dieser Satz gilt auf jeden Fall, wenn man, so wie wir heute in Hamburg die Opern Cavalleria rusticana und I Pagliacci gesehen hat. Hinreißende Melodien. Ein grandioses Gesangsensemble. Herzschmerz. Eifersucht. Verrat. Betrug. Mord. Und das alles in Begleitung von Henny, Mareikes ehemaliger Dänischlehrerin, die ebenso glücklich über diesen Abend war wie wir. Gefreut haben wir uns auch über ein Wiedersehen mit Mette, die wir während der Musikwoche Hitzacker kennengelernt hatten. Mette und ihr Mann Jesper spielen seit vielen Jahren im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und wir freuen uns schon darauf, die beiden ganz demnächst zu treffen.

08. April – Veronika, der Lenz ist da ...


Und wir singen in diesem Fall "trallala" – beim Anblick des ersten Spargels. Frühlingserwachen. Sonne. Wärme. Draußen sein. Aufatmen. Durchatmen. Und genießen. Wenn uns dann wie heute Vormittag der Fototermin zu einem Spargelhof führt, wir dort nicht nur ein paar Aufnahmen auf dem Feld machen, sondern auch den gerade frisch geernteten Spargel sehen, von der Arbeit erzählt bekommen, dann träumen wir bereits vom Abendessen mit Spargel, Kartoffeln, Rehschinken und einem Klacks Butter. Wahlweise mit einem Glas Weißwein oder einem Becher Brennnesseltee. "Oh Veronika, endlich ist der Frühling da" (frei nach dem beliebten Schlager aus den 1920er Jahren).

07. April – Calimero (ohne Sombrero)
 

Was für ein schöner Name. Und was für ein schönes Pferd. Nachbarschaftsbesuch auf vier Hufen sozusagen. Es gibt zwei Wege, das Leben zu erleben: Entweder, man bewegt sich von zu Hause weg, bereist und entdeckt nahe und entfernter liegende Länder oder man bleibt einfach zu Hause (natürlich ist es auch dort wichtig, die eigenen vier Wände zu verlassen) und die Menschen kommen zu einem. Letzteres haben wir gestern gleich zwei mal erlebt. Nicht nur, das Motorrad-Hund Günni uns die Ehre gab, auch Melanie kam mit Calimero an unserem Gartenzaun vorbei.  Diese Chance konnten wir uns ebenfalls nicht entgehen lassen und fragten nach einem Portrait. Melanie sagte sofort ja und dass Calimero so lange Geduld hatte, bis wir Kamera, Akku und Speicherkarte bereit hatten, lag vor allen Dingen an dem Gras auf unserem kleinen Grünstreifen am Wegesrand. Das Gras schmeckte ihm und uns spart es das Mähen – klassische Win-Win-Situation. Ob Calimero seinen Namen von der italienischen Zeichentrickfigur aus den 60er Jahren oder von einer Mailändischen Kirche bekommen hat, konnten wir gestern nicht mehr klären, das ist aber auch nebensächlich.

06. April – "Go, Günni, go!"


"Hast du das gerade gesehen?" "Nee, was denn?" "Da fährt ein Hund auf einem Motorrad mit." "Wo?" "Na hier, direkt vor unserer Nase." Dieser Dialog aus dem letzten Jahr kam uns wieder in den Sinn, als Günni heute erneut an uns vorbeifuhr – oder besser: vorbei gefahren wurde. Auf einem Motorrad! Das hatten wir so auch noch nie gesehen. Glücklicherweise konnten wir ihn, beziehungsweise seine Chauffeure, dazu bewegen, für ein schnelles Fotoshooting zu pausieren. Er machte eine Sache wirklich souverän. Kein Gezicke, kein Grummeln oder Hadern mit seinem Aussehen. Ganz im Gegensatz zu einer Begebenheit heute vormittag, als Herrchen und Frauchen eine Probefahrt ohne ihn machten. Da war er kaum zu halten und empörte sich lautstark. 
Uns hingegen präsentierte sich Günni als ein sehr selbstbewusster Hund, der sich so akzeptiert, wie er ist. Nur ein Autogramm wollte er uns dann doch nicht geben – das war ihm wohl zu blöd. Das Fotografieren irgendwann auch, was er durch energisches Bellen zum Ausdruck brachte, welches erst verstummte, als die Maschine wieder angeschmissen wurde und das Trio von dannen zog. Manchmal muss man eben nur auf seiner Terrasse sitzen und auf die Geschichten warten, die an einem vorbei ziehen. So wie Günni heute.

05. April – Mehr davon


Es macht einfach Spaß, wenn wir in unserem Beruf auf Menschen treffen, die Lust auf etwas andere Fotos haben. Originell, authentisch und nicht gestellt. Steven Strauß und Daniel Trommer waren sofort bereit zu zeigen, dass eine Küche mehr als nur ein Raum zum Kochen sein kann. Ein echter Lebensmittelpunkt, in dem – neben der Essenszubereitung – auch gelacht und das Leben gefeiert werden darf. Für uns war es schön, die beiden Küchenprofis von Küche & Co kennengelernt zu haben.

04. April – Gute Laune garantiert


Natürlich kann niemand gute Laune garantieren, aber etwas dazu beitragen kann man schon.
Bei unserem heutigen Foto-Shooting sahen wir viele etwas unpersönlich wirkende Büroräume und dann, fast am Ende des Termins, kamen wir an diesen Schreibtisch. Der Luftballon – ein Geburtstagsgruß – fiel uns als erstes auf und augenblicklich mussten wir lächeln. Nach und nach entdeckten wir so allerlei Köstlichkeiten: Überbleibsel von Weihnachten, Ostern, Geburtstagen und sonstigen Anlässen. Auch der kleine Kaktus mit den Augen hat es uns sofort angetan und unser Lächeln wurde noch ein wenig breiter. So hat sich unsere gute Laune auf unser Model übertragen und wir hatten einen schönen, heiteren Termin.

03. April – Die Zwei


Andreas Meyer und Alan Roberts sind nicht aus der Fernsehserie der 70er Jahre entsprungen, wie die Überschrift vermuten lässt (damals spielten Roger Moore und Tony Curtis die Hauptrollen), sondern sind für uns die stillen Helden des Golfclubs am Sachsenwald. Andreas' Liebe gilt neben dem Golfspiel vor allem dem Platz. Er ist als Head-Greenkeeper für alle Belange der Pflege und Erhaltung des Platzes verantwortlich. Heute zeigte er uns im Rahmen eines Fotoshootings für die Lieblingsadressen Sachsenwald einige besonders schöne Punkte an der Süsterbek, einem kleinen Bach, der sich über den Platz schlängelt und in den letzten Jahren aufwendig renaturiert wurde. Alans Liebe gilt dem leistungsorientierten Golfspiel, dem Platz, der Jugendnachwuchsarbeit und seinen zahlreichen Schülerinnen und Schülern. Für uns ist er ein Zauberer, ein fantastischer Motivator (denn jedes Mal, wenn wir in den Zeitungen von einer Trainersuche für irgendeine Sportmannschaft lesen, denken wir automatisch an Alan) und, genau wie Andreas, einfach ein großartiger Mensch. Es war schön die beiden heute nach längerer Zeit endlich wieder zu sehen.

02. April – Immer wieder schön und das schon seit Kindheitstagen


Das China-Restaurant West See Palast in Wohltorf gibt es gefühlt schon immer, genauer gesagt aber immerhin seit 1976. Wie oft wir in den vergangenen Jahrzehnten schon dort waren, wissen wir nicht genau, aber dass wir die Ente nach Art des Hauses mögen, ist schon bekannt. Und so war es heute Abend aus Anlass eines Geburtstages in der Verwandtschaft wieder einmal so weit. Am Ende streifte unser Blick die Decke, ein für das Restaurant West See Palast ganz charakteristisches Merkmal. Und weil wir gerade so im Schwärmen sind: jedes Mal, wenn Jin (das ist die von uns erinnerte Kurzform ihres Namens) dort arbeitet, sind wir von ihrer Ausstrahlung einfach ganz hingerissen.

01. April – "Das ist doch jetzt wohl nicht euer Ernst, oder?"


So schauten uns Kendo und Greta heute nachmittag an, als wir ihnen eröffneten, dass es gleich raus gehen sollte. Doch. Es war unser Ernst. Den ganzen Tag regnete es schon, aber irgendwann müssen die Hunde halt nach draußen. Lust hatten wir (alle) nicht, aber das spielte natürlich keine Rolle. Nach fünfhundert Metern des lustlosen Gehens drehten wir uns um und mussten feststellen, dass Greta und Kendo auf halber Strecke stehengeblieben waren und wieder zurück ins Trockene wollten. Unsere Bemühungen, sie zum weiterlaufen zu bewegen, ignorierten sie hartnäckig. Na gut, dann eben wieder zurück. Das hat uns ehrlicherweise auch nicht wirklich gestört. Im Anschluss blieben wir dann aber noch ein wenig im Garten und fotografierten "die Schönheit der Nässe". Den Pflanzen tut die Abwechslung zwischen Sonne und Regen immerhin sehr gut. Uns hingegen würde ein nächtlicher Regenschauer vollkommen ausreichen. Das wäre doch ein wirklicher Traum: Regen nur bei Dunkelheit und der Sonne gehört der Tag. Träumen darf man ja wohl noch.

31. März – Die positive Wirkung des Osterfeuers


Es endet doch immer am Osterfeuer – oder etwa nicht? Heute waren wir trotz der Zeitumstellung verdammt früh auf den Beinen. Also nichts wie raus in die Natur. Besonders schön ist es für uns, wenn außer uns niemand anderes weit und breit zu sehen ist. So lässt sich am besten die Ruhe am Morgen genießen. Einige Stunden später sind wir dann noch einmal los und die knapp fünf Kilometer nach Hitzacker gewandert, um Kaffee und Kuchen im Waldfrieden zu genießen und anschließend zurück zu gehen. Als wir dann um kurz vor 17 Uhr wieder zu Hause ankamen, erreichte uns prompt die Einladung zum Osterfeuer in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, die wir nur allzu gerne annahmen. Inzwischen sind wir wieder zuhause, glücklich und dankbar über den schönen Tag mit Spaziergang und den Abend am Feuer.

30. März – Real oder "mit Filter"?


"War das wirklich so wie auf dem Foto?", "Das ist doch bestimmt bearbeitet!", "Da haben Sie aber nachgeholfen." oder "Na ja, heute ist ja alles mit einem Klick am Computer möglich." Diese und ähnliche Sätze hören wir oft und könnten sie beliebig weiterführen. Aber wer glaubt heute noch an die Wahrheit eines Fotos? Schon immer wurden Fotoaufnahmen geschönt, beziehungsweise manipuliert, aber in Zeiten von Photoshop, Instagram und Co. ist die Bildmanipulation einfacher denn je. Von der Künstlichen Intelligenz wollen wir an dieser Stelle noch gar nicht anfangen. Als ein anschauliches Beispiel gelten noch heute die frühen Pressefotos von Michail Gorbatschow. Auf denen wurde sein markantes Feuermal wegretuschiert. Das änderte sich erst, als er im Fernsehen auftrat. Warum kommen wir gerade heute auf dieses Thema? Weil wir diese Aufnahme von der Elbe bei Hitzacker gemacht haben. Das Foto wurde nur ein ganz klein bisschen im Nachhinein am Computer bearbeitet. Nicht mehr, als wir früher auch in der analogen Dunkelkammer gemacht hätten. Hier ein paar Bilddetails aufgehellt, dort ein wenig die Farbigkeit nachbearbeitet und den Himmel etwas nachbelichtet, sprich dunkler entwickelt – das ist schon alles, was wir an unserem heutigen Blogfoto gemacht haben, nicht mehr oder weniger als früher. Ja, es ist ein bearbeitetes Bild, das der (unserer) Realität aber sehr nahe kommt.

29. März – Zum Dahinschmelzen


Eigentlich wollten wir an dieser Stelle ein Foto von Nicole und Carsten Günther vom Weinhaus an der Bergstraße in Hamburg Lohbrügge zeigen, doch dann kam er: Elton. Oder "Sir" Elton, wie wir ihn kurzerhand getauft haben. Ganz klare Sache, dieser Mops stahl zwar keinem Koch ein Ei, aber Herrchen und Frauchen die Show. Gelassen. Souverän. Verschmust. Alles Attribute, die auf Elton zutreffen. Die eigentliche Fotoaufnahme für die Lieblingsadressen ging schnell von der Hand und das mit Spaß, einem Kaffee, ein, zwei oder auch mehr Cantuccini und natürlich in bester Unterhaltung. Im Anschluss gingen wir dann noch mit unseren beiden Hunden in den Boberger Dünen spazieren. Eine beeindruckend schöne Landschaft, die an einen Segelflugplatz mit einem Kiosk (mit selbst gebackenem Kuchen) angrenzt. Aber das ist ein anderes Thema …

28. März – Die Schönheit liegt im Detail


Alles begann mit einer Einladung zum Kartenspielen und heute Abend war es mal wieder soweit. Wir spielten Fahrstuhl – unser Lieblings-Kartenspiel. Drei Runden haben wir geschafft. Davor ein kleines Abendbrot: Ofengemüse. Dazu Wasser, Wein und viel Spaß. Einen klaren Verlierer gab es am Ende auch, aber der möchte an dieser Stelle nicht genannt werden. Was vom Abend übrig blieb war ein leckeres Essen, drei schöne Spielrunden und gute Gespräche. Und ein Mitbringsel von Karin und Ingo für unseren Garten (und das, obwohl wir uns gerade intern auf einen Pflanz-Stopp geeinigt hatten. Wir wollten erst einmal in Ruhe abwarten, was denn so alles in unserem Garten wächst und gedeiht, bevor wir weitere Pflanz-Aktionen starten). Aber kann man bei so einem schönen Gastgeschenk Nein sagen? Wir jedenfalls nicht. Bevor diese Schönheit in den Garten kommt, haben wir uns kurz noch informiert, was es bei der Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) zu beachten gilt: Sie bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden und gedeiht am besten in halbschattigen bis sonnigen Standorten. Sie ist eine Frühlingsblume, die von März bis Mai blüht und sich danach vollkommen zurückzieht. Obwohl sie nicht zu den heimischen Gewächsen zählt – denen wir in unserem Garten den Vorrang geben – darf sie bei uns einziehen, denn die Blüten sind eine gute frühe Nahrungsquelle für Wildbienen und Hummeln und sie sieht einfach wunderschön aus.

27. März – Kirschblütenträume


Zum Träumen schön blühen zurzeit die Kirschbäume. Das lädt ein, sich einfach einmal auf den Rücken ins Gras zu legen und in den Himmel zu schauen. Wir staunen über die Schönheit der  Zartheit und Farbe der Blüten. Eine leichte Brise erfasst den Baum. Einzelne Blütenblätter regnen auf die Erde nieder. Gedanken kommen und gehen. Die Sonne bricht durch die Wolken. Es ist endlich Frühling. Endlos. Schön.

26. März – Gute Laune garantiert


Wer lässt sich nicht einmal gerne hängen? Und dann noch unter der so fachkundigen wie humorigen Art von Birgit Rehbein? RedCord heißt hier das Zauberwort und hat mit "Abhängen" eigentlich so gar nichts zu tun – ganz im Gegenteil. Es kommt ursprünglich aus dem hohen Norden. Von den Norwegern. Die wissen, was gut ist und gut tut. Und Birgit weiß es auch! Heute war allerdings schade für Christian, dass er nicht so gut zugehört hat, ansonsten hätte er nämlich ebenfalls an und in den Seilen arbeiten können. Das tut nicht nur (aber vor allem) seinem Rücken gut. Und das schon seit einigen Jahren. Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann sich informieren unter: www.therasport-wohltorf.de

Wir hängen jetzt noch eine Weile in den Seilen bei bester Laune ab. Also heute nur Mareike.

25. März – Entspannung in Bewegung


Wir suchen oft nach Entspannung in unserem allzu hektischen Alltag. Die einen schauen dafür auf ihr Handy, andere wiederum suchen ihr Glück beim Yoga, Feldenkrais oder in der Meditation. 
Musik hören und Bücher lesen stehen ebenfalls hoch im Kurs, wobei letzteres oft an der fehlenden Aufmerksamkeitsspanne scheitert oder diese gerade noch für Kurzgeschichten reicht. Ebenfalls eine gute Idee ist es, sich zu bewegen. Nicht unbedingt nur im Fitness-Studio, sondern ganz einfach in der Natur. Und wenn man es dann noch schafft, einen kurzen Augenblick innezuhalten, um die Umgebung auf sich wirken zu lassen, dann kann man dabei die Schönheit im Moment erleben. So ganz ohne jede weitere Ablenkung. Einfach entspannend.

24. März – Die Vermessung der Welt


Das geht natürlich auch noch ein paar hundert Nummern kleiner. So wie zum Beispiel heute, als Friedrun uns in Meudelfitz besuchte, seine Drohe mitbrachte und ein paar Fotos von unserem Grundstück aus der Vogelperspektive gemacht hat. Wofür? Für unsere weitere Gartengestaltung. Perspektivwechsel inbegriffen. Des Öfteren hatten wir uns bereits auf den Rasen gelegt, Handstand gemacht oder einfach aus der weiteren Entfernung den Garten beobachtet. Was wollen wir, was können wir verändern, erweitern und verbessern? Nur der Blick von oben fehlte uns noch. Und da ein Treffen mit Friedrun auch immer mit Genuss zu tun hat, brachte er zum Frühstück Backwaren der Backgeschwister aus Hamburg mit. Mehr als Butter dazu brauchte es kaum – gab es aber trotzdem.

23. März – Schutzschild über Jahrhunderte


Als wir heute Nachmittag zum zweiten Mal an diesem Baum vorbeigingen, hielten wir für einen Moment inne, besahen und betasteten die Rinde. Was hat dieser Baum wohl alles schon erlebt, gesehen, was für Geschichten haben sich an dieser Stelle ereignet? Menschen, die vorbeikamen und vielleicht achtlos weitergingen. Menschen, die zum Teil schon lange nicht mehr leben. Die Rinde, die den Baum schützt, so wie unsere Haut uns schützt, hat eine interessante Struktur, so viele kleine und große Linien, meist geschwungen, manchmal fast parallel und immer scheinen die vielen Furchen dabei auch von Verletzungen zu erzählen, von Vergänglichem. So wie unser Schutzschild von unserem Leben erzählt. 

22. März – Auf den ersten Blick

Auf den ersten Blick sahen wir nur Kiefern in der Ferne. Doch etwas störte unser Sehempfinden. Wir wurden neugierig. Kamen schließlich näher, sahen eine Steinmauer. Und als uns unsere Neugierde noch näher führte, entdeckten wir plötzlich die Ansammlung von gestapelten Autoreifen. Wir stellten uns schließlich die Frage, ob es sich immer lohnt, alles wissen zu wollen, oder ob es manchmal auch durchaus legitim ist, nur einen groben Überblick von den Dingen zu haben? Bringt ein Mehr an Wissen auch stets ein Mehr an Zufriedenheit? Es kommt wohl auch immer darauf an, ob man auf das Gesehene oder Erlebte direkt Einfluss nehmen kann oder ob man doch nur ein Betrachter ist.

21. März – Bemerkenswert


Anna ist zwölf Jahre alt und war bereits mit zwei Jahren im Musikgarten der Musikschule Lüchow-Dannenberg. Es folgte die musikalische Früherziehung und bereits mit fünf Jahren fing sie mit dem Cello-Spielen an. Zuerst in einer Gruppe, seit 2020 im Einzelunterricht. Anna ist bereits mehrfache erste Preisträgerin beim Wettbewerb Jugend musiziert auf Regional- und Landesebene und hat auch schon in der Solowertung die Höchstpunktzahl von 25 Punkten erreicht. Und als wäre das Cellospielen neben der Schule noch nicht genug, reitet Anna mit großer Freude und hat außerdem seit eineinhalb Jahren Gesangsunterricht. Anna gehört mit zu den ersten Mitgliedern des Vereins Zukunftsmusik Wendland, die wir Anfang des Jahres in der Freien Schule Hitzacker fotografiert haben. Wir hoffen, dass wir noch viel von Anna hören werden.

20. März – Kunst am Baum


Kunst kommt von Können. Jeder Mensch ist ein Künstler. So oder anders lauten zahllose Weisheiten zum Thema Kunst. Und manchmal lebt die Kunst ja bereits von einem interessanten Einfall. So wie hier. Ein Stück Zwieback, aufgespießt auf einen Zweig am Wegesrand. Die Kunst an dieser Installation besteht wohl eher an der Fähigkeit, dass das Objekt so ausbalanciert ist, dass es auch die nächste Zeit hält und nicht gleich wieder zu Boden segelt. Am Ende war es aber vermutlich wohl doch kein Künstler – vielleicht aber ein Angehender – sondern ein Schüler, der einfach keine Lust auf seine von den Eltern so liebevoll zusammengestellte Pausennahrung hatte. Vor allem unsere beiden Hunde entdecken immer wieder geschmierte Pausenbrote und gesundes Obst – meistens in Form von Bananen – im Gebüsch entsorgt. Da kommen hin und wieder die eigenen Kindheitserinnerungen in uns hoch.

19. März – Tapfere Käthe

Wir haben unser Sofa bereits seit Jahren an unsere Hunde "verloren". Und somit war es heute kein Problem, dass Käthe mit Frauchen Uta für ein Foto für die Lieblingsadressen Sachsenwald auf "Kendo und Gretas Sofa" Platz nehmen durfte. Das Warten hinterher bei der Bildauswahl war dann doch etwas zu langweilig, aber Käthe – eine ehemalige Straßenhündin aus Italien – hat die Warterei tapfer ertragen. Und wir hatten noch Zeit für eine kleine Plauderei. Mal sehen, wer Käthe in dem Heft, das Ende Mai erscheint, entdeckt. 

18. März – Milou bei unserem Fotoshooting für den Verein Zukunftsmusik Wendland e.V.


Milou Anouk Dörner ist 15 Jahre alt, besucht die Waldorfschule in Hitzacker und ihre große Leidenschaft ist die Musik. Für die junge Nachwuchskünstlerin ist die Musik in zweierlei Hinsicht von großer Bedeutung. Zum einen berührt sie die Musik selbst und zum anderen gibt sie ihr die Möglichkeit, andere Menschen zu berühren. Milou begann bereits mit fünf Jahren Geige zu spielen. Nach und nach kamen dann Klavier, Gitarre und Akkordeon hinzu. Als Nächstes möchte sie noch das Kontrabass-Spiel erlernen, doch die Geige ist bisher ihre Nummer Eins.
Wir wären schon mit dem Spielen eines Instrumentes mehr als zufrieden...

17. März – Einfach. Himmlisch.


Vorfreude. Tisch reserviert. Ankommen. Hunde unter den Tisch. Duckstein vom Fass. Roastbeef mit Remoulade und Bratkartoffeln. Natürlich mit Bratkartoffeln. Zuerst nur die Bratkartoffeln mit der Remoulade gegessen. Zur zweiten Portion dann auch das Roastbeef genossen. Danach eine Mispel mit Calvados serviert bekommen. Das alles in einer wundervollen Atmosphäre. Fahrenkrug in Fahrendorf. Einfach. Himmlisch. Genau das Richtige für einen Sonntag Abend.

16. März – Nur eine kleine Runde mit den Hunden


Das war eigentlich unser Plan. Doch das Wort eigentlich weist ja schon darauf hin, dass es nicht dabei blieb. 11,7 Kilometer später, nach 278 Metern Höhenanstieg – bei einer maximalen Höhe von 90 Metern und einer minimalen Höhe von 10 Metern – mit der Gesamtdauer von 3:57 Stunden, kamen wir wieder zuhause an. Unterbrochen nur von einer Kaffee- und Kuchenpause in Hitzacker. Eine schöne Wanderung am Nachmittag, bereichert durch unsere Nachbarin Gabi mit Hund Hector, die sich der Tour spontan anschlossen. Die Hunde zeigten zwar wenig Verständnis für unsere vielen kleinen Pausen zwischendurch (sie wollten am liebsten immer schon die nächste Ecke erkunden), waren aber am Ende ganz zufrieden mit der Wanderung. Ein paar Fotos am Wegesrand mussten wir immerhin auch noch machen, denn wir haben weder jemals zuvor einen so großen Pilz, eine solche Osterdeko, noch solche Rastplatzschilder gesehen. 

15. März – Auf nach Schlumpfhausen


Fotoaufträge im privaten Umfeld sind oftmals viel persönlicher als im Studio. Und es gibt für uns so manches zu entdecken, wie zum Beispiel heute in Hamburg diese Schlumpfsammlung, die wir freundlicherweise für unseren Blog fotografieren durften. Wer kennt sie nicht, die kleinen blauen Figuren, die es schon seit Ende der 50er Jahre gibt und deren Popularität bis heute ungebrochen ist? Wir haben von einem Sammler gelesen, der über 600 Figuren zusammengetragen hat, obwohl es nur 46 verschiedene (Ur-) Schlümpfe gibt. Mittlerweile werden hohe Preise für seltene Exemplare bezahlt und es sind sogar Fälscher am Werk, um sich an den Figuren zu bereichern. Wir schwelgten beim Betrachten der kleinen blauen Gestalten noch ein wenig in unserer Kindheit und träumten uns kurzfristig nach Schlumpfhausen.

14. März – Ungestellt


Schöner hätte man dieses Ensemble nicht arrangieren können. Manchmal gibt es einfach diese Zufälle. Ohne Absicht standen diese vier Paar Schuhe wie gemalt auf der Fußmatte. Da hieß es nur noch, die Kamera zu zücken und das Foto des Tages war im Kasten. Schöner würde die Aufnahme auch mit einem Stylisten nicht werden. Wir lieben es in den allermeisten Bereichen so zu fotografieren, dass möglichst wenig zurechtgerückt werden muss. Lieber beobachten wir die Szenerie und finden dann unsere Bilder. Ungestellt und authentisch. Das macht uns einfach am meisten Spaß.  

13. März – Das war aber auch mal wieder nötig


Heute haben wir nach über vier Wochen endlich eine gute Freundin wieder getroffen und waren zu diesem Zweck nach vielen Monaten endlich mal wieder im Zwanzig21 bei Sandra und Franziska in Kuddewörde.

Und was war daran jetzt so "nötig"? Na, zum einen das Treffen und zum anderen das hervorragend leckere Essen. Ja, natürlich hätten wir uns auch zuhause treffen können oder ohne ein gemeinsames Treffen Essen gehen können, aber in der Kombination war es besonders schön. Wir fühlen uns in der gemütlichen und gastfreundlichen Atmosphäre bei  Sandra und Franziska einfach sehr wohl und freuen uns dabei nicht nur auf die Gastgeberinnen und das Essen, sondern auch auf deren beiden Hunde Rudi und Murphy. Rudi ist einfach die Dackel-Mix-Variante von Kendo und Murphy und Greta wurden einander bereits vor zwei Jahren versprochen.

Es ist also klar, dass wir die beiden beim nächsten Besuch auf jeden Fall mitbringen. Vielleicht beim nächsten Mal zu einem Stück Torte, denn die sind im Zwanzig21 ebenfalls saulecker.
www.zwanzig21-kuddewoerde.de

12. März – On the road again


Heute waren wir wieder einmal für die Lieblingsadressen Sachsenwald unterwegs. Gregor hat in Wentorf seinen Weinladen Oxhoft - Authentic Wines und ist für uns der Mann mit dem guten Geschmack. Kein Mainstream, sondern Weine mit Charakter. Manchmal für uns ungewohnt, aber immer interessant. Eine der Entdeckungen, die wir dank seiner Empfehlung vor vielen Jahren gemacht haben, ist der Wein Falcata von dem Weingut Pago Casa Gran aus Spanien. Das haben wir 2020 auf einer Reise in Richtung Portugal besuchen können und den Winzer persönlich kennengelernt. Heute sind wir wieder einer von Gregors Empfehlungen gefolgt und haben einen französischen Rotwein probiert. Der könnte uns auch zu einer Reise an die französische Atlantikküste inspirieren. Überhaupt stellen wir oftmals fest, dass wir durch den Genuss von Wein zum Reisen in unserer Fantasie angeregt werden. Sozusagen On the road again in der Light-Version.

11. März – Endstation Kirchenbank


Beim Finden dieser beiden Figuren mussten wir zwangsläufig an unsere eigene Konfirmandenzeit zurückdenken. Anwesenheitspflicht hieß es damals. Mindestens dreizehn Kirchenbesuche innerhalb der Unterrichtszeit sollten es schon sein, damit wir konfirmiert werden durften. Eine der schwersten Entscheidungen war, ob man den frühen Gottesdienst (zu nachtschlafender Zeit) mit einer kürzeren Verweildauer oder den späteren (immer noch früh genug) mit dem längeren Kirchenaufenthalt wählen sollte. Am besten gar keinen und wenn, dann irgendetwas zum Ablenken mitnehmen. Und genau daran mussten wir bei diesen Figuren denken, die unter einer Kirchenbank auf der Empore ihr Dasein fristeten. Übrigens hatte Christian großes Glück: Ihm wurde damals der Besuch von vier Rundkirchen auf Bornholm während eines Urlaubs als zwei Gottesdienstbesuche angerechnet.

10. März – Epilog


Es ist vollbracht. Die 38. Musikwoche Hitzacker endete heute um 19 Uhr mit der Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 von Beethoven in der Bearbeitung von Carl Friedrich Ebers für Kammerorchester mit tosendem Applaus für die Musikerinnen und Musiker des Mahler Chamber Orchestra (MCO).

Knapp zwei ereignis- und arbeitsreiche Wochen liegen hinter uns. Wir sind noch wie benommen von viel Musik, wenig Schlaf und zahlreichen erfüllenden Momenten. Wir haben Musik gehört, neues gelernt, haben Einblicke in die Arbeitsweise dieses (hauptsächlich ohne Dirigenten agierenden) Orchesters bekommen und viele schöne zwischenmenschliche Begegnungen gehabt. Wir haben Musikstücke gehört, die uns begeisterten, die uns sehr berührt haben und solche, denen wir, wenn wir sie im Radio gehört hätten, nicht bis zum Schluss gelauscht hätten. Doch selbst bei diesen Stücken war es ein Genuss, den hochkarätigen Musikerinnen und Musikern zuzuhören und zuzusehen. Ihre Exzellenz gepaart mit großer Spielfreude hat uns besonders begeistert. Das Programm der Musikwoche Hitzacker war vielfältig und zum Teil ungewöhnlich. Die Spielstätten variierten von dem Kultur- und Tagungszentrum Verdo, über die St. Johannis-Kirche, die Freie Schule bis hin zum KuBa - dem Kultur Bahnhof. Für ein kurzes Gastspiel ging es sogar in die Elbe-Jeetzel-Klinik nach Dannenberg. Und wer nun denkt, die Spielstätten seien vielfältig gewesen, der sollte mal einen Blick ins Programm werfen, das noch um einiges vielfältiger war. Vom Solo bis hin zu einer großen Kammermusikbesetzung mit 27 Musikerinnen und Musikern war alles dabei – rund um das Thema "Leidenschaft". Wir werden an dieser Stelle nicht alles aufzählen und lediglich ein paar der ungewöhnlicheren Konzerte nennen. Neben dem Gastspiel im Krankenhaus, gab es ein Konzert in der Freien Schule Hitzacker, das fast ganz im Dunklen stattgefunden hat. Das Publikum konnte der Musik im Sitzen oder Liegen lauschen und es wurde gebeten, erst ganz am Ende zu applaudieren. Mit Musik von Bach bis Michael Jackson wussten vier Cellisten (das Mahler Cello Quartett) mit ihrem Programm "Celli con Carne" in der ausverkauften St. Johannis Kirche zu begeistern. Und beim Late-Night-Konzert im KuBa wurde sogar einer der Bratschisten zum Sänger. Ganz besonders ist uns auch das Kinderkonzert im Gedächtnis geblieben. So begeistert man Kinder für Musik. Für besonders Interessierte – zumindest für einige von ihnen – gab es etwas ganz Spezielles: bei einem sogenannten "Close-Up-Konzert" durften 20 Musikbegeisterte inmitten der Musiker stehen und im Anschluss fragen stellen. Zum Abschluss sei hier noch die VR-Installation zu nennen. Diese neue Technik ermöglichte es den VR-Brillen-Trägern mitten in einem virtuellen Quintetts des MCO zu stehen und der Musik zu lauschen. Dank der speziellen Aufnahmetechnik beim Einspielen des Stückes (Mozarts 'Allegro' aus dem Streichquintett in g-moll, KV 516), konnte man hier, während man um das Quintett herumging, jedes einzelne Instrument klarer und lauter hören, je nachdem, wie nah man dem jeweiligen (virtuellen) Musiker kam.

Die Musikerinnen und Musiker des Mahler Chamber Orchestra, die schon Ende März in New York in der Carnegie Hall auf der Bühne stehen werden, versprühten bei der Musikwoche Hitzacker eine begeisternde Spielfreude und suchten dabei stets die Nähe zum Publikum. In den wenigen Probe- und Spielpausen erkundeten sie die Stadt, unterhielten sich mit Passanten, trafen sich im Café oder genossen einfach die himmlische Ruhe an der Elbe. Für uns waren gerade auch die Gesprächskonzerte eine echte Entdeckung. Nie zuvor haben wir so bewusst auf die Musik beziehungsweise auf die Spielweise eines Orchesters geachtet und die dabei gemachten Erfahrungen nehmen wir auch in zukünftige Konzerte oder Opern mit. Diese zehn Tage waren eine absolute Bereicherung und wir freuen uns schon sehr auf die Musikwoche Hitzacker 2025, die wir jedem nur wärmstens ans Herz legen können.
www.musikwoche-hitzacker.de
www.mahlerchamber.com

09. März – Alles Schöne geht einmal zu Ende


... auch die 38. Musikwoche 2024 in Hitzacker. Am morgigen Sonntag begleiten wir das Mahler Chamber Orchestra noch einmal bei zwei Aufführungen, bevor am Montag unser fotografischer Alltag schon sehr früh wieder beginnt. Zwölf Tage Musik liegen dann hinter uns. Von der ersten Probe am 27. Februar bis zum morgigen Abschlusskonzert lagen eine Menge Proben, Pausen, Umbauphasen und Konzerte an den unterschiedlichsten Orten in und um Hitzacker. Wir sind voll von Musik und schönen Begegnungen, aber aufgrund eines ziemlichen Schlafdefizits auch sehr müde. Deshalb gibt es morgen einen ausführlichen Bericht zu unseren Eindrücken und wir gehen mal wieder vor 0 Uhr ins Bett.

08. März – Wenn man etwas wirklich möchte ...


... dann kann man auch Harfenistin werden, wie zum Beispiel Gaël Gandino. Als junges Mädchen bekam sie Klavierunterricht, obwohl sie – laut eigener Aussage – aus einer eher unmusikalischen Familie kommt. Während ihres Klavierunterrichts musste sie einmal auf die Toilette und entdeckte durch einen Türspalt in der Wohnung der Klavierlehrerin ein Instrument, das sie sofort faszinierte. Dort stand eine Harfe und an die durfte sie sich – vorausgesetzt sie würde all ihre musikalischen Aufgaben bis zum nächsten Unterricht erfolgreich absolvieren – setzen und einmal ihre Hände auf die Saiten legen. In diesem Monet wusste Gaël, dass dieses ihr Instrument ist und nicht das Klavier. Es dauerte noch drei Jahre, bis auch ihre Eltern schließlich ein Einsehen mit dem Wunsch ihrer Tochter hatten und da begann ihre Laufbahn als Harfenistin. Heute gastiert sie nicht nur mit dem Mahler Chamber Orchestra in der ganzen Welt, sondern spielt auch in Festanstellung als Soloharfenistin beim Bayerischen Staatsorchester. Uns hat sie heute gleich zwei mal verzaubert. Heute vormittag in der St. Johannis Kirche und heute abend im VERDO in Hitzacker. Natürlich mit tatkräftiger Unterstützung von Musikerinnen und Musikern des Mahler Chamber Orchestra.

07. März – Moderne Zeiten


Tag sieben der Musikwoche Hitzacker 2024. Es begann mit einem Paukenschlag. Das Kinderkonzert im VERDO war unbeschreiblich. Im ausverkauften Saal saßen Grundschüler aus dem gesamten Landkreis mit ihren Lehrkräften, sowie ein paar weitere Besucher der Musikwoche Hitzacker. Alle waren verzaubert und wurden mitgerissen von der musikalischen Darbietung von Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra (MCO), die für das Programm "Klassik rockt Kinder" mit dem Music & Comedy Duo Carrington-Brown, der Kinderliedermacherin Suli Puschban, dem Pianisten und Arrangeur Nigel Shore, sowie den Drummer Michael Weilacher auf der Bühne standen. Die ausgelassene Stimmung der Kinder übertrug sich sofort auf die Musiker, die einfach Spaß am Musizieren für die Nachwuchshörer hatten. Mittags ging es für uns in das Café Dierks. Der ehemalige Kino- und Festsaal war die Bühne für ein Musikerlebnis der Zukunft. Mit VR-Brillen können sich Besucher noch bis zum 10. März ein achtminütiges Quintett – natürlich bestehend aus Mitgliedern des MCO – in einer künstlichen Welt ansehen, um die Musiker herumgehen, sich zwischen sie setzen und ihnen beim Spielen aus nächster Nähe zusehen und -hören. Die hier gezeigten Hologramme der Musiker sind noch weit entfernt von realen Abbildungen und doch sieht man schon jetzt, wohin die Reise geht. So wie es in vielen weiteren Bereichen des Lebens ebenfalls passiert. Gegen Abend ging es dann in die Freie Schule Hitzacker. Dort wurde bei Kerzenschein Musik zum Träumen gespielt. Die Besucher hatten die Wahl, ob sie sich hinsetzen oder hinlegen wollten. Matten, Liegestühle und Kissen lagen bereit. Nicht wenige Besucher brachten sich noch zusätzlich Decken mit. Zum Abschluss des langen Tages ging es zum Late-Night-Konzert in den Kulturbahnhof Hitzacker. Mitglieder des MCO spielten dort in drei Sets mit jeweils wechselnder Besetzung eine Vielzahl an Stücken unter anderem von Jonny Cash, Iggy Pop und als unseren ganz persönlichen Höhepunkt noch zwei Werke von Astor Piazzolla.

06. März – Happy Birthday


Pünktlich um 9 Uhr klopfte es heute morgen an unserer Haustür. Helmut kam zum vereinbarten Fotoshooting. Zuerst gab es einen Kaffee und dann klingelte auch schon sein Telefon. "Ja, danke!" und "Der Tag fängt schon mal richtig gut an", waren die Gesprächsfetzen, die zu uns durchdrangen. Die Lösung des Rätsels war dann ganz einfach: Helmut hatte Geburtstag und fand es einfach schön, seinen Tag einmal komplett ungewöhnlich zu beginnen. Die Aufnahmen waren am Ende schnell gemacht, fast wie nebenher, und d. Das ist auch schon eines der großen Geheimnisse des Fotografierens von Menschen: Sich wirklich für sie zu interessieren. Am Ende geht es dann meistens nur noch um den richtigen Moment des Auslösens – und um das richtige Licht natürlich.

05. März – Kneipenquiz (ein bisschen Spaß muss sein)


Verdammte Kiste, da waren wir nun schon in diversen Ring-Aufführungen und scheiterten doch an der Frage nach Alberichs Sohn (die richtige Antwort wäre Hagen gewesen). Auch unsere musikalische Darbietung auf der Kazoo am Ende des Kneipenquiz' war durchaus verbesserungswürdig. Aber ganz egal, Gewinner der Herzen wurden wir am Ende doch – jedenfalls redeten wir fünf Teammitglieder uns das ein. Voller Zuversicht starteten wir mit dem einfallsreichen Teamnamen Weinberg und landeten immerhin auf dem geteilten zweiten Platz von insgesamt sieben Rategruppen. Die Fragen kamen nicht nur aus dem klassischen Musikbereich, sondern erstreckten sich zum Beispiel auch über den Bereichen Musical und dem Thema Titelmusik aus verschiedenen Fernsehserien. Zusätzlich sollten wir Zitate ihren Schöpfern zuordnen, bekannte Filmmusik erkennen und die Holzart der Decke einer Geige erraten (es ist die Fichte und nicht der von uns fälschlicherweise angegeben Ahorn). Kaum vorstellbar, dass es einen passenderen Ort für dieses Kneipenquiz geben könnte, als die Drawehner-Torschänke in Hitzacker. Wir hoffen auf eine neue Chance auf den Titel im nächsten Jahr.

04. März – Entdeckung


Wir verbringen in diesen Tagen so viel Zeit in einer Kirche, wie wahrscheinlich unser ganzes bisheriges Leben zusammen addiert nicht. Ein Großteil der Konzerte, die im Rahmen der Musikwoche Hitzacker stattfinden, werden in der St-Johannis-Kirche auf der Altstadtinsel gespielt. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert hat nicht nur extrem dicke Mauern, sondern auch zahlreiche, wunderschöne Fenster, die leider am Abend nicht mehr beleuchtet sind. Für das nächste Jahr steht eine große Renovierung des Bauwerkes an und in diesem Rahmen wird auch die Beleuchtung repariert. Aber da derzeit auch schon am Vormittag Konzerte dort stattfinden, stach uns dieses Detail eines Fensters im wahrsten Sinn ins Auge. Eine kleine Entdeckung neben der ganzen Kammermusik, die wir so noch nie erlebt haben. Die Nähe zu den Künstlern ist ungewöhnlich und durch das schöne Wetter begünstigt, treffen wir beim Spazierengehen durch den kleinen Ort fast an jeder Ecke auf einen Musiker, der entweder gerade zum Üben unterwegs ist, mit Kollegen einen Kaffee trinken geht oder direkt zum Aufführungsort eilt. Einer unserer bisherigen Höhepunkte war vorgestern, als wir mitten im Orchester eine kurze Probe miterleben konnten. Dieser Klang, der von allen Seiten auf uns einströmte, war ein unbeschreibliches Erlebnis, vielleicht am besten vergleichbar mit dem Baden in  Tönen und Melodien.

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03. März – Über das richtige Timing


Zur rechten Zeit am rechten Ort. Mit tollen Menschen. Der Musik lauschen. Das Geschehen fotografieren. Dabei den richtigen Moment abpassen. Genau wie die Musiker beim Musizieren aufeinander achtgeben müssen, sich gegenseitig zuhören, so müssen wir den Ereignissen zusehen, sie wahrnehmen und dann den richtigen Moment abwarten, um das eine Bild zu machen, das nur für Sekundenbruchteile genau richtig dasteht. Wenn das so wie auf diesem Foto gelingt und wir dann noch zu hören bekommen, dass wir einen guten Blick für die Situationen hätten, sind wir glücklich und dankbar, ein Teil der Musikwoche Hitzacker zu sein.

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02. März – Mittendrin statt nur dabei


Heute mittag gab es für Musikbegeisterte ein ganz besonderes Highlight: das Mahler Chamber Orchestra lud zu einem "Close up" ein. oder besser gesagt, Es konnten sich 20 Personen anmelden, um für eine gute halbe Stunde während der Probe mit auf der Bühne zu sein, zwischen den Musikerinnen und Musikern zu stehen, der Musik zu lauschen, Fragen zu stellen, zu staunen und sich von den Tönen und Melodien einfach umschmeicheln zu lassen. Das war eine ganz besondere Erfahrung für alle, sowohl für die Gäste, als auch für die Musiker. Selbst wir waren bei den Proben noch nicht so dicht dran, wie diese Glücklichen. Es ist schon etwas ganz besonderes, der Musik und denen, die sie hervorbringen, so nah zu sein. Am Nachmittag gab es dann das Eröffnungskonzert im ausverkauften Verdo und was heute mittag nur einigen wenigen vorbehalten war, konnte dann von mehr als 700 Menschen genossen werden. 

01. März – Wie im Himmel


Diese Überschrift, die uns an den gleichnamigen Film aus dem Jahr 2004 erinnert, haben wir heute nicht von ungefähr gewählt. Denn wir fühlen uns derzeit „wie im musikalischen Himmel“, weil wir die Musikwoche Hitzacker bereits seit dem Proben-Beginn am Dienstag nachmittag begleiten. Heute Abend war der offizielle Start mit dem Prolog im Verdo in Hitzacker. Sieben Blechbläser des Mahler Chamber Orchestra leiteten die Zuhörer durch rund vierhundert Jahre Musikgeschichte mit ihrem Programm „Im Anfang schallt das Blech“. Zwischen den Stücken gab es einige Zwischentöne, sowohl live auf der Bühne vorgetragen, als auch eingespielte Originaltöne der Musikerinnen und Musiker und um das Thema "Leidenschaft", dem Oberthema der 38. Musikwoche Hitzacker. Was für ein gelungener Auftakt. Und was für eine tolle „Boy Group“. Die sieben Musiker zeigten mit viel Spielwitz ihr Können, was von dem Publikum unter anderem mit dem ein oder anderen Schmunzler an den Enden einiger Stücke honoriert wurde. Mit einem Lächeln im Gesicht bereiten wir jetzt noch die Bilder des Tages auf und freuen uns auf morgen, wo es mit den Proben weitergeht und am Nachmittag das große Eröffnungskonzert stattfindet.

Und „Wie im Himmel“ müssen wir auch unbedingt mal wieder schauen, aber nicht mehr heute.

29. Februar – Der Magie folgen


Vor nicht einmal einer Woche hatten wir Besuch von dem Journalisten Thomas Janssen. Und bereits heute erschien in der Elbe-Jeetzel-Zeitung sein Artikel über uns unter der Rubrik "Na DAN(N)". Hier werden Menschen vorgestellt, die vom Lüchow-Dannenberg fasziniert sind und den Landkreis erstmals oder erneut zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. Janssens aus unserem Gespräch gewählten Zitate geben den Inhalt sehr gut wieder: Traum vom Garten. Gute Nachbarschaft, Sterne, Sterne und Etwas sichtbar machen. Nicht zuletzt freuen wir uns auch über ein schönes Foto von uns beiden, denn das kommt trotz unseres Berufs nicht so häufig vor.

28. Februar – Musik und ihre Wirkung


Heute haben wir drei Proben für die Musikwoche Hitzacker fotografiert. Klassische Musik hat den Ruf, ernste Musik zu sein. In der Tat sind viele klassische Konzerte eine eher ruhige Angelegenheit. Umso mehr freuen wir uns über die Möglichkeit, die Musikerinnen und Musiker des Mahler Chamber Orchestras auch bei den Proben – oder genauer gesagt gerade bei den Proben – begleiten zu können. Denn wir erleben das Entstehen von Musik. Nicht das Wiedergeben der Noten, sondern das Interpretieren der Partitur. Wieviel Leidenschaft steckt in der Musik, ohne dass es kitschig wird? Wie viele Pausen verträgt ein Stück, ohne dass es zerfällt? Wie und was  wird betont? Das alles mitzuerleben ist ein riesengroßes Vergnügen und heute Abend klingt es noch lange bei uns nach. Die reine Freude, die Musizieren machen kann, hat uns (nicht nur) heute schon mehrfach beeindruckt.

27. Februar – Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne


Davon dichtete schon Hermann Hesse. Heute konnten wir diesen Zauber spüren, als wir beim Probenstart des Mahler Cello Quartetts für die Musikwoche Hitzacker dabei waren. So nah an der Musik zu sein ist für uns ein Geschenk. Zu erleben wie geprobt wird, wie Teilbereiche eines Werkes mehrmals wieder holt werden, bis die Musiker zufrieden sind, das ist für uns ein Gefühl, als würden wir auf einer Wolke schweben, umhüllt von Tönen. Das Kammerkonzert des Mahler Cello Quartetts unter dem Titel "Celli con Carne" findet am Mittwoch, den 6. März, um 19.30 Uhr in der St. Johannis-Kirche in Hitzacker statt. Es gibt noch ein paar Karten ...
https://musikwoche-hitzacker.de/

26. Februar – Eine kulinarische Traumreise


Reisen beginnt im Kopf. So geschehen am Wochenende. Mit viel Kulinarischem. Innerhalb von wenigen Stunden ging es von Bargteheide nach Frankreich und zurück. Alles begann mit einem Glas Champagner, danach folgte eine über mehrere Stunden zubereitete Zwiebelsuppe, ehe Garnelen mit einer feinen – natürlich ebenfalls selbstgemachten – Knoblauchmayonnaise serviert wurden. Zum Abschluss des kulinarischen Teils gab es noch eine mit viel Liebe zubereitete Tarte au citron, bevor es zum "gemütlichen" Teil des Abends überging. Denn: keine Reise ohne Bilder.
In diesem Fall: bewegte Bilder. Wir blieben in Frankreich und welcher Film hätte da näher liegen können, als die französische Komödie Das Leben ist ein Fest aus dem Jahr 2018 von den Regisseuren Olivier Nakache und Éric Toledano, die auch den Film Ziemlich beste Freunde gedreht hatten? Wohl selten gab es in Norddeutschland einen Abend mit so vielen Oh là làs, fantastiques, superbes und délicieuses.

25. Februar – Menschen aus der Nachbarschaft – Hans-Joachim Müller


Jo, wie er von seinen Bekannten genannt wird, ist 1934 geboren und lebt seit Jahrzehnten in Wohltorf. Von Kindheitstagen an gilt seine große Leidenschaft der Musik. Schon im Elternhaus kam er mit klassischer Musik in Berührung, fand dann aber schnell seine eigene Musikrichtung: den Jazz. Bei unserem heutigen Gespräch erzählte er uns über seine Lieblingsmusiker, seine früheren, häufigen Besuche im Birdland in Hamburg und seine eigene musikalische Reise, die ihn erst gestern in die Wohltorfer Kirche zu einer Mitwirkung bei der Veranstaltung Kirchberg Varieté führte. Wir freuen uns immer wieder über diese inspirierenden Treffen mit ihm.

24. Februar – Zukunft der Ernährung


Wohin geht die Reise? Was für uns heute noch unvorstellbar ist, kann in ein paar Jahrzehnten bereits Wirklichkeit werden. Die Nahrung kommt nicht mehr aus der Landwirtschaft, sondern wird künstlich erzeugt. Warum noch Nutztiere halten, Fische in riesigen Meeresbecken züchten, Getreide und andere Nutzpflanzen anbauen, die Böden düngen, die Böden immer mehr verdichten und somit abtöten, wenn es nicht auch anders geht? Was in dem Film 2022, die überleben wollen, noch als reine Fiktion gezeigt wird, kann durchaus Realität werden. Heute wird hauptsächlich noch auf dem Gebiet der Fleischalternativen geforscht, aber das wird so nicht bleiben. Zu verlockend ist die von Umwelteinflüssen unabhängige, verlässliche Produktion von Lebensmitteln. Und was bedeutet überhaupt das Wort Lebensmittel? Dass der Ursprung unserer Lebensmittel einmal gelebt hat oder steht das Wort in Zukunft für eine chemische Zusammensetzung für etwas, was uns am Leben erhält? Keine schönen Aussichten ...

23. Februar – Auf der andern Seite

Heute Morgen, 11 Uhr. Der Kaffee ist gekocht. Die Milch und Kekse stehen bereit. Ein Auto fährt an unserem Grundstück vorbei. Hält an, wendet und fährt auf unsere Einfahrt. Wenige Augenblicke später steht Thomas Janssen bei uns im Haus und wir fangen sofort an uns auszutauschen. Janssen hat fast 30 Jahre lang als Redakteur bei der Elbe-Jeetzel-Zeitung gearbeitet und wurde bei seiner Verabschiedung im Jahr 2021 – nicht ganz ernst gemeint – als Kulturpapst des Wendlands bezeichnet. Doch so weit hergeholt scheint uns diese Bezeichnung nicht. Bis heute arbeitet er als freischaffender Journalist unter anderem für diese, in der Region führende, Zeitung und nach wie vor schreibt er am liebsten über die Themen Kunst, Kultur und Musik. Bei seinem heutigen Besuch ging es um eine Geschichte über uns für die Serie „Na DAN(N)“, die in der Elbe-Jeetzel-Zeitung erscheinen wird. Das Format stellt Menschen vor, die vom Wendland so fasziniert sind, dass sie es entweder erneut oder erstmals zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. Es war ein toller Austausch mit einem interessierten und interessanten Menschen. Außerdem war es für uns mal wieder eine Erfahrung "auf der anderen Seite" zu stehen. Heute vor allem zum Interview, aber anschließend auch vor der Kamera. Es war auf jeden Fall eine Begegnung, die noch lange nachwirken wird.

22. Februar – Hunde(park)platz


Wie viele Hunde passen auf einen Schoß? Vier! Jedenfalls, wenn sie so handlich sind, wie diese Süßen hier. Als wir heute im Studio das erste Fotoshooting für die neue Ausgabe der Lieblingsadressen Sachsenwald hatten, dauerte es keine 15 Minuten und >schwupps< machten es sich die vier auf Mareikes Schoß gemütlich.  Ein einziges Ankommen, hochkrabbeln, umdrehen, verdrängen, runterspringen und wieder hinauf krabbeln. Natürlich durfte das Streicheln nicht fehlen. Insgesamt waren heute acht Hunde zur Aufnahme erschienen. Am Ende gelang es dann doch, die kleinen Individualisten davon zu überzeugen, auf einem Foto gemeinsam in die Kamera zu lächeln – zumindest haben wir uns eingeredet, dass sie lächelten.

21. Februar – Atelierbesuch bei Friedrun


Friedrun ist Fotograf. Zusammen mit Christian besuchte er zwischen 1981 und 1984 die Berufsschule in Kiel. Nach erfolgreichem Abschluss bereisten die beiden mit einem geliehenen Golf I für drei Monate die gesamte Atlantikküste Europas von Schottland bis Portugal. Nicht nur das verbindet uns, sondern auch, dass ich Christian überhaupt erst durch Friedrun kennenlernte, aber das ist eine andere Geschichte. Vor zehn Jahren kehrte Friedrun nach einem Gastspiel im Süden Deutschlands wieder in seine eigentliche Heimat Hamburg zurück und übernahm im Eppendorfer Weg ein Fotostudio, das er zu einer der ersten Adressen westlich der Alster aufbaute. Jetzt ist er Anfang Jahres mit seinem Atelier in die Margaretenstraße 46 umgezogen.
Wir haben es heute zum ersten mal gesehen und uns sofort wohl gefühlt.  Dort kann Friedrun in Zukunft noch ungestörter mit seinen Kunden an ansprechenden Fotoaufnahmen arbeiten. Getreu seinem Motto: Fotos für Menschen, die im Leben etwas vorhaben.

https://fotoraum-reinhold.de

20. Februar – Junge Nachwuchskünstler im Wendland – Vivien Kohrs


Wir trafen Vivien Kohrs vor einigen Wochen zu einem Fototermin in Hitzacker. Aaron Greese, der erste Vorsitzende und Gründer des Vereins Zukunftsmusik Wendland stellte den Kontakt her und so konnten wir Vivien mit ihrer Gitarre in der Freien Schule Hitzacker fotografieren. Die im Rahmen unseres Shootings entstandenen Aufnahmen kann die Nachwuchskünstlerin für ihre Eigenwerbung frei nutzen. Vivien wurde 2008 in Bergisch-Gladbach geboren und lebt seit 2014 in Dannenberg. Bereits mit sieben Jahren begann sie, Gitarrenunterricht zu nehmen. Zuerst in einer kleinen Gruppe, später im Einzelunterricht. Seit Februar 2022 erhält sie als Stipendiatin der "Anja-Fichte-Stiftung" Gitarrenunterricht bei Professor Frank Bungarten von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Mehrfach schon nahm Vivien mit jeweils hervorragenden Platzierungen am Wettbewerb Jugend musiziert teil und wir hatten bereits das Vergnügen, sie bei der Auftaktveranstaltung des Vereins Zukunftsmusik Wendland im November 2023 spielen zu sehen. 

19. Februar – Menschen aus der Nachbarschaft


Hubert und Eugen sind Brüder. Auch, wenn die beiden schon seit einigen Jahren nicht mehr in unmittelbarer Nähe zueinander wohnen, verbindet sie eine lebenslange Zuneigung. Außerdem schätzen sie die absolute Zuverlässigkeit des jeweils anderen. Aktuell arbeiten die beiden an einem gemeinsamen Projekt: sie setzen einen fast schon ausgemusterten Opel Omega wieder instand. Dabei kommt dem jüngeren Bruder Eugen seine KFZ-Mechaniker-Ausbildung zugute. Bereits in ein paar Tagen wird der fast schon abgeschriebene Wagen wieder in alter Schönheit über die Straßen des Wendlands in Richtung Oldenburg unterwegs sein. Ganz so eilig haben es die beiden dabei allerdings nicht, denn dafür genießen sie zusammen mit Huberts Partnerin Gabi und den beiden Hunden die gemeinsame Zeit im Wendland zu sehr. 

18. Februar – Außerordentliche superduper Freude


Genau so eine Freude haben wir gespürt, als die Gardinen am Freitag vormittag angebracht wurden. Ja, wegen Gardinen. Hätten wir noch vor wenigen Wochen auch nicht gedacht. Gardinen sind spießig. Das war einer unserer Glaubenssätze. So ganz stimmt das natürlich nicht – aber wenn Gardinen, dann doch bitte erst ab dem 80. Lebensjahr. Und jetzt bei uns? Zuerst hatten wir an Plissees gedacht, zeitlos, modern, in unserem Studio zahlreich vertreten und wir absolut vertraut mit dieser Verdunklungsmethode. Aber irgendetwas ließ uns zögern. Muster wurden bestellt. Verworfen. Neue geordert. Fenster ausgemessen. Schließlich sind die doch so praktisch. Eben. Das sind sie. Aber sie strahlen auch den Charme einer Steuerkanzlei oder Praxis aus. Irgendwann begannen wir unabhängig voneinander im Netz nach Alternativen Ausschau zu halten. Bei dem Stichwort "unauffällige und moderne Gardinenstangen" stießen wir auf Interstil und über deren Händlersuche auf eine Firma in Bad Bevensen. Dort angerufen und nach einem Termin zum Ausmessen nachgefragt, kam der Inhaber bereits nach wenigen Tagen bei uns vorbei. Lieferzeit circa 30 Tage. Kein Scherz? Haben die so wenig zu tun oder wie kann das angehen? Das Angebot kam innerhalb von zwei Tagen. Verlässlichkeit. Freundlichkeit. Terminabsprachen eingehalten. Und dann vorgestern der Liefertermin. Alles hat perfekt geklappt. Wir sitzen hinter Gardinen – nicht den schwedischen – und freuen uns wie kleine Kinder. Genau wie diese Maus, die sich an der Frontscheibe des Firmenautos befindet. Eines der Referenz-Objekte der Firma Interstil ist das Restaurant Villa Kellermann in Potsdam. Unbedingt hingehen und genießen! Vorhang-Garnituren: https://interstil.de, toller Service: https://www.gardinen-mueller.com, Genuss in schönem Ambiente: https://villakellermann.de/de

17. Februar – Achtsam unterwegs


Standen hier nicht gestern noch Krokusse? Mmh? Oder sind wir schon vorbei gegangen? Tatsächlich waren wir heute schon an den blühenden Pflanzen vorbeigegangen, ohne sie beachtet zu haben – ganz im Gegensatz zu gestern, als wir uns noch über jede einzelne Blüte freuten. Und die Erkenntnis? Es braucht Konzentration auf das, was man sehen oder erleben möchte. Wie schnell sind wir abgelenkt – nicht ganz bei der Sache – das merken auch unsere Hunde sofort. Es ist eben etwas anderes, ob wir auf unser Handy schauen oder ob wir gedanklich ganz bei den beiden sind. Das git natürlich nicht nur für Spaziergänge, denn wer hat nicht schon einmal beim Telefonieren während des Autofahrens die Erfahrung gemacht, dass man sich an die für die Dauer des Gesprächs zurückgelegte Strecke kaum erinnern kann? Heute bei unserem Spaziergang nach Hitzacker wollten wir uns wirklich einmal auf alles konzentrieren. Wir haben es auch fast geschafft, doch am Ende der kleinen Wanderung hatte sich Greta trotzdem unbemerkt in irgendetwas Furchtbarem gewälzt – sie fand es bestimmt toll – wir nicht so. Aber so ist es nunmal und immerhin haben wir dafür am Wegesrand ein kleines Stein-Arrangement entdeckt und uns gefragt, was es wohl zu bedeuten hat.

16. Februar – Kindheitserinnerungen


Es gibt schöne und nicht so schöne Erinnerungen an die eigene Kindheit. Und es gibt Spinat. Fairerweise muss gesagt werden, dass von Christian nicht nur Spinat ausschließlich unter großem Protest gegessen wurde, sondern ebenso Rosenkohl, Rotkohl und Sauerkraut. Als Gemüse wurden von ihm lediglich Erbsen und Möhren aus der Dose akzeptiert - aber nur die kleinen, feinen. Beim Aufschnitt war es kaum besser. Außer Roastbeef und Kassler durfte nichts anderes auf das Brot am Abend. Schon gar kein Käse. Jahre später fing dann langsam der Käsegenuss mithilfe von sehr jungem Gouda an. Den Weg aus der "Gemüsekrise" hat damals übrigens der allseits bekannte Spinat mit dem Blubb geebnet und ermöglichte Christian den Ausstieg aus der "Ernährungsisolation". 
Als wir die Fotos zu der Rezeptstrecke der aktuellen Ausgabe der LandLust zusammen mit Barbara Stadler gemacht haben, kamen die Erinnerungen an die Spinatkrise zurück, aber zum Glück eben nur in der Erinnerung. Denn in der Realität konnten wir uns im Anschluss an das Fotografieren von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Spinats überzeugen und natürlich auch von dem tollen Geschmackserlebnis. Was für ein Glück, dass sich der Geschmack im Laufe unseres Lebens immer wieder wandeln kann.

15. Februar – Kunst kommt von Können


Wer kennt es nicht, das Trojanische Pferd? Was hier von Weitem wie ein - oder vielmehr: mehrere Pferde aussieht, entpuppte sich bei näherer Betrachtung als als Pferde "verkleidete" Überreste der deutschen Besatzung Dänemarks während des Zweiten Weltkriegs. Entlang der dänischen Nordseeküste ließen die Deutschen Bunker zur Verteidigung einer möglichen Invasion bauen. Da man diese nicht so ohne weiteres entsorgen konnte, blieben sie Jahrzehnte lang als stille Mahnmale am Strand, manche sind mittlerweile in den Fluten versunken, andere erfreuen sich immer noch eines trockenen Fußes. Als Dänemark 1995 den 50. Jahrestag der Befreiung feierte, entstanden auch diese vier Kunstwerke am Strand von Blåvand. Der britische Künstler Bill Woodrow hatte damals die Idee, die Bunker umzugestalten und so entlocken diese Pferde – der Künstler sah in ihnen Maultiere – den Strandbesuchern heute eher ein Schmunzeln, als dass sie wie einst furchteinflößend den Strand verschandeln. Ideen muss man haben.

14. Februar – Ein Trick hat dann letztendlich doch funktioniert


Wir haben viele Jahre geraucht. Christian noch ein paar Jahre mehr als ich. Erst Selbstgedrehte (naja, zumindest fast, denn seine allererste Raucherfahrung war ein aus Buchenlaub zusammengebasteltes etwas, das einfach nur furchtbar schmeckte). Später waren es dann Zigaretten aus der Schachtel. Es gab dabei zwar auch durchaus viele Genusszigaretten, aber deutlich mehr Gewohnheits- oder Anti-Stress-Zigaretten. Der Wunsch nach dem Aufhören war mal größer und dann auch wieder kleiner. Einige erfolglose Versuche des Aufhörens folgten in unregelmäßigen Abständen. Genauso erfolglos blieb die Idee, es mit einem Tageskontingent zu versuchen. Denn das ging natürlich auch schief. Ich hatte den Absprung bereits seit ein paar Jahren geschafft, aber kein Ermahnen half bei Christian. Bei dem Anblick dieses Aschenbechers heute kam die Erinnerung an den Trick wieder hoch, der damals selbst Christian beim Aufhören half: Ein ganz kleines Marmeladenglas wurde mit Zigarettenstummeln und etwas Wasser befüllt. Bei jedem Verlangen nach einer Zigarette kramte Christian dieses kleine Glas aus seiner Jackentasche und roch einmal am Inhalt. Es roch natürlich scheußlich und schön anzusehen war es außerdem auch nicht. Dieser Trick führte dann relativ schnell zum gewünschten Ziel und hat bis heute gehalten - und das bereits seit etwa 16 Jahren.

13. Februar – Kontinuität


Jedes Mal freuen wir uns aufs Neue, wenn der jeweils aktuelle Torquato-Katalog im Briefkasten steckt. Seit fast 24 Jahren fotografieren wir für die Torquato AG mit Sitz in Geesthacht und durften neben vielen Bildern für den Innenteil der Printausgabe sowie den Online-Auftritt des Unternehmens schon viele Titelbilder machen. Da wir seit Jahren digital fotografieren und dabei die Fotos direkt auf dem Tablett mit dem Kunden abstimmen, freuen wir uns umso mehr, die gedruckte Ausgabe in den Händen zu halten. Erst beim Durchblättern sieht man, wie viel Liebe und Geschmack in dem Katalog stecken. Sowohl bei der Auswahl der Dinge, als auch in der Gestaltung. So breit gefächert wie das Sortiment, sind auch unsere fotografischen Herausforderungen: Modeaufnahmen wechseln sich mit Stillleben ab, mal fotografieren wir outdoor und mal im Studio. Von Vasen und Besteck, über Möbel und Gartengeräte ist alles dabei, was das Herz begehrt. Wir freuen uns auch nach so vielen Jahren immer noch, die ausgesuchten Dinge mit Seele ins Licht zu setzen.

www.torquato.de

12. Februar – Feinmotorik vs. Grobmotorik


Es gibt Menschen, die können selbst kleinste Schräubchen ohne jede Probleme wieder an die entsprechende Stelle "hineinschrauben" und es gibt Christian. Neidvoll blickte er auf den Arbeitstisch von Ulf Kühn – siehe Foto – und hätte selbst einmal Lust, Kameras und Zubehör wieder in Gang zu setzen. Allerdings weiß er nur zu gut, dass das nicht seine Kernkompetenz ist. Zu ungeduldig, zu hibbelig, zu ungeschickt. Das bedauert er sehr. Schon in seiner Kindheit hatte er den Wunsch so basteln zu können, wie einige seiner Schulfreunde. Die konnten Schiffsmodelle mit der gesamten Takelage einwandfrei zusammenbauen, beziehungsweise kleben, ohne dass man am Ende Klebereste sah. Bei Christian sahen selbst die Fallerhäuschen der Modelleisenbahn aus, als wenn sie in Klebe gebadet hätten. Heute übernehme ich lieber alle feinmotorischen Dinge. Sicher ist sicher. 

11. Februar – Einer der letzten seiner Art


Ulf Kühn ist 60 Jahre alt, hat den Beruf des Feinmechanikers bei der Philips Medizintechnik erlernt, anschließend dort gearbeitet und ist mittlerweile seit über 30 Jahren Service-Techniker für Hasselblad-Kameras in Ahrensburg, zuerst im Angestelltenverhältnis und seit einigen Jahren als Einzelunternehmer. Mit seinen speziellen Fähigkeiten ist er mittlerweile einer der letzten seiner Art. Wir trafen ihn in der letzten Woche in seiner Werksatt. 


Meerfreiheit: Wie sind Sie zu Ihrer jetzigen Tätigkeit gekommen?


Ulf Kühn: Ich habe mich schon früh für Hasselblad-Kameras interessiert und mir fehlte für meine eigene Kamera ein kleines Ersatzteil. Da bin ich in die damalige Niederlassung nach Ahrensburg gefahren und habe mit Herrn Burghaus gesprochen. Der konnte mir bei meinem Problem sofort helfen und ich habe ihn direkt gefragt, ob ich dort arbeiten könne. Schicken Sie doch bitte formlos ihre Papiere an mich, das war seine Antwort. Bei einem weiteren Telefonat sagte er nur, sobald eine Stelle frei würde, bekäme ich Bescheid. Nach über einem Jahr rief er mich in einer Mittagspause an und fragte nur: "Wann können Sie anfangen?"


Was lieben sie an ihrem Beruf?


Die Vielfalt, die interessanten Menschen und deren Lebensgeschichten, von denen man ansonsten kaum etwas erfährt.


Kann man ihre heutige Tätigkeit erlernen?


Über eine offizielle Ausbildung kann man diesen Beruf nicht lernen. Man braucht natürlich eine feinmechanische Grundausbildung beziehungsweise Begabung und das nötige Verständnis. Dann benötigt man ungefähr fünf Jahre, bis man es drauf hat und danach kommt die Zeit, in der man weitere Erfahrung sammeln muss.


Können Sie von Ihrem Beruf leben, denn es wird ja heute überwiegend digital fotografiert?


Ja, ansonsten würde ich es nicht machen.


Würden Sie Ihren beruflichen Weg noch einmal genauso betreten?


Auf jeden Fall.


Erfahren sie in dem, was sie tun, eine Wertschätzung ihrer Kunden?


Teils, teils. Es gibt leider Kunden, bei denen ist geschenkt noch zu teuer. Das sind oft Menschen, die im künstlerischen Bereich arbeiten. Bei vielen anderen, die die Fotografie oftmals als Hobby betreiben, herrscht dagegen eine große Wertschätzung meiner Arbeit. Und ganz selten, aber nicht weniger bitter, mache ich auch sehr negative Erfahrungen, wenn es zum Beispiel um das Bezahlen geht. Ich wurde sogar schon einmal von einem Theologen nicht bezahlt; man könnte fast sagen, Betrug mit göttlichem Beistand. Aber das sind glücklicherweise die Ausnahmen.


Was war ihr schönster oder kuriosester Auftrag?


Das ist schon etwas länger her. Eine junge Familie mit zwei Kindern hatte von dem Großvater eine Hasselblad-Ausrüstung geerbt. Zwei große schwarze Hasselblad-Koffer voll. Die Ausrüstung wollten sie verkaufen und deshalb sollte vorher alles noch einmal in den Service gehen. Der Mann sagte noch bei der Übergabe der Ausrüstung, dass nach seinem Dafürhalten die Filmmagazine wohl total kaputt seien. Die Familie bekam von mir einen Kostenvoranschlag, den sie akzeptierten. Als ich bei der Durchsicht der Geräte bei den besagten Filmmagazinen ankam, öffnete ich sie und machte eine unglaubliche Entdeckung. Auf den in den Magazinen befindlichen Spulen – der Großvater hatte jeweils zwei eingesetzt – hatte er Geldscheine aufgewickelt. Sozusagen als Spardose. Nach der erfolgten Reparatur der kompletten Ausrüstung übergab ich neben den beiden Koffern der Familie einen Umschlag mit insgesamt 40.000,- D-Mark. Das war sozusagen das Erbe und der Mann erzählte daraufhin noch, dass der Großvater immer gesagt hätte, dass er wenig Geld habe. Die Familie hat sich so sehr gefreut und bedankt, das werde ich nie vergessen.


Wer ist ihr Traumkunde?


Das sind die Menschen, die mir vertrauen. Kunden, die zu mir sagen: Machen Sie das bitte fertig und die nicht über den Preis diskutieren, sondern meine Arbeit einfach wertschätzen. Mittlerweile werden ja viele gebrauchte Kameras und Zubehör über das Internet gehandelt und wenn ich dann lese, dass manche extra eine Rechnungskopie meiner Instandsetzungsarbeit dem Angebot beifügen, dann empfinde ich das ebenfalls als große Anerkennung und gleichzeitig erhöht das den Preis für den angebotenen Artikel.


Vielen Dank für das Gespräch.

10. Februar – Probier's mal mit Gemütlichkeit


Wenn es irgendwo knistert, ist Oskar nur Sekundenbruchteile später vor Ort. Nichts Fressbares entgeht seinem Gehör, beziehungsweise seiner Nase.  Wenn dann noch zur Feier des Tages Andreas mit großer Hingabe einen Apfel schält und in Scheiben schneidet, ist die Vorfreude riesengroß, denn eine der Delikatessen für Oskar sind nun einmal Äpfel. Wenige Augenblicke danach lässt er sich gemütlich neben seinem Herrchen auf dem Sofa nieder. Er ist ein echter "Genießerhund", der auch schon einmal bei schlechtem Wetter nach zwanzig Metern wieder zum Haus umdreht, um so unmissverständlich klarzumachen: Heute bitte keine überflüssigen Spaziergänge oder sonstige Fisimatenten. Das Sofa, sein Körbchen und ein wenig Zuwendung reichen dann vollkommen für einen perfekten Tag aus.

09. Februar – Ruhestörung


Was macht denn die Erdkröte um diese Jahreszeit auf der Handfläche? Sie blinzelte uns noch ein wenig verschlafen an und konnte es kaum fassen. Bis vor wenigen Minuten schlief sie noch ruhig und zufrieden unter einem Auffangeimer in der Nähe eines bald zu errichtenden Amphibienschutzzauns. Wenn dieser Zaun in den nächsten Tagen aufgebaut ist, soll er die Kröten, Frösche und Molche in geordneten Bahnen direkt zu einem der zahlreichen Auffangeimer weiterleiten. Dann werden sie über die viel befahrene Straße getragen, entgehen dadurch den gefährlichen Autoreifen, um auf der anderen Straßenseite wieder in die Freiheit entlassen zu werden. Wieder in Sicherheit angekommen, setzen sie ihren Weg zu den Teichen und Tümpeln fort, um abzulaichen. Wir entschuldigen uns bei dieser Erdkröte für die Ruhestörung, denn die Ursache war ein Fotoshooting für den Titel vom Sachsenwalder. Noch eine kleine Randnotiz, die uns erstaunt hat: Die Erdkrötenmännchen lassen sich von den Weibchen bis zu zwei Kilometer weit auf dem Rücken zu den Laichgewässern tragen. Sachen gibt's ...

08. Februar – Frohe Ostern …


... jetzt schon? "Ihr spinnt wohl!" Okay: Dann eben Valentinstag, Halloween, Vater- und oder Muttertag, Pfingsten, Geburtstag, Tag der Deutschen Einheit, Fronleichnam, Weihnachten, Silvester, Namenstag und, und, und. Hauptsache, wir können konsumieren. Eigentlich wollen wir ja unser Leben nachhaltiger gestalten, dem ausufernden Konsum abschwören, unsinniges einfach nicht mehr beachten, bei Mode mehr auf fair-produzierte Produkte setzen, bei Lebensmitteln hauptsächlich bio und regional wählen. In der Realität sieht es dann doch oft gänzlich anders aus. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass es so viel Überflüssiges zu kaufen gibt – überflüssig ist dabei natürlich reine Ansichtssache. Auf unserem heutigen Foto sind es ja "nur" Schoko-Osterhasen. Schnell gekauft, schnell verschenkt und schnell gegessen. Man muss halt an seine Liebsten denken und Liebe schenken. Aber ist DAS wirklich nachhaltig? 

07. Februar – Auch eine Prinzessin braucht mal Trost


Greta ist manchmal wie eine Prinzessin auf der Erbse. Dabei wandelt sich ihr Gemütszustand manchmal von extrem anhänglich bis hin zu ein wenig zickig, überraschend schnell und unerwartet. Heute allerdings war Trösten angesagt, denn die dritte Runde des Trimmens stand auf dem Plan und nach einer Stunde "auf dem Trimmtisch stehen", wollte sie einfach auf den Arm und ein wenig Zuneigung bekommen (bildeten wir uns zumindest ein). Keine dreißig Sekunden war Greta auf Mareikes Arm, die Kamera gerade für einen Lichttest geholt, die ersten Fotos schon im Kasten, da fing sie an, Mareikes Ohr anzuknabbern, um endlich wieder durch die Gegend toben zu können – da hat die kleine Prinzessin halt ihren eigenen Klopf, aber das sagt man den Terriern ja eh nach … 
Und danach ging es noch für eine weitere Stunde ans Trimmen und nun ist erstmal für etwa sechs Wochen Ruhe.

 

06. Februar – Völlerei - aber bitte mit Sahne 

 

Das Café Koch ist eine Institution in Grünhof-Tesperhude bei Geesthacht. Seit über 60 Jahren werden in dem familiengeführten Betrieb herrlichste Torten und Kuchen nach traditionellen Rezepten hergestellt. Heute waren es an die 20 verschiedenen Sorten. Haben wir jedenfalls in der Auslage gezählt. Wir freuen uns immer, wenn wir dort in der Nähe etwas zu tun haben oder dort mit den Hunden an der Elbe spazieren gehen und uns die Kaffe-und-Kuchen-Lust packt . Dann gibt es nichts schöneres, als dort einen kleinen Zwischenstopp einzulegen und ein oder zwei hauseigene Kreationen zu verköstigen. Es geht aber auch so wie heute, wo wir uns einfach mal eine kleine Auswahl der Torten mit nach Hause genommen haben. Wir konnten gerade noch ein "Erinnerungsfoto" machen, bevor es den Leckereien an den Kragen ging. Mal sehen, wann wir das nächste Mal in den Genuss kommen … 

05. Februar – "Da gehst Du hin, geliebtes Ding"


Frei nach Shakespeare, empfanden wir die Rückgabe dieses schönen Stückes als ein wenig schmerzhaft. Hatte sie uns doch die letzten zwei Tage begleitet und dabei mehr als beglückt. Es spielt eben eine Rolle, ob man ein Handwerkszeug gerne in die Hand nimmt oder ob es rein funktional ist, aber beim Benutzen keine Emotionen wecken kann. Wir waren der Firma IPS Fotohandel Kleiner Kielort in Hamburg sehr dankbar, dass sie uns die Möglichkeit des Ausprobierens gegeben hat. IPS ist eine der letzten Firmen in Hamburg, die sich auf Fachberatung rund um das Thema Fotografie versteht. Seit vielen Jahren sind wir bereits Kunde, manche Jahre weniger aktiv und trotzdem wurden und werden wir stets hervorragend betreut. Das kann halt kein Internet-Anbieter.

04. Februar – Werkzeug zum Testen


Wochenende. Neue Kamera ausgeliehen. Zum Testen. Einfach mal so. Eigentlich Spielkram. Aber herrlich. Macht sie bessere Fotos? Oder viel eher: mache ich damit bessere Fotos? Nein. Auf keinen Fall. Bringt aber Spaß. Hier ein bisschen an den Einstellungen herum schrauben. Da ein wenig die Grenzen der Kamera ausloten. Und dann heute, am zweiten Tag, während eines kleinen Waldspaziergangs ausgiebig Gelegenheit zum Testen der Kamera gehabt. Dass wir uns ein wenig verlaufen haben, wollen wir nicht verschweigen. So wurden aus den angedachten 30 Minuten am Ende knapp zwei Stunden mit schönen neuen Eindrücken der Umgebung. Kendo und Greta hat es ebenfalls gefreut.

03. Februar – Theater, Theater …


Dienstags bei Morrie. Im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Mit Charles Brauer und Danny Exnar. Großartige Schauspieler. Ein dankbares Publikum. Und dennoch blieben wir merkwürdig unberührt von dieser Aufführung. Vor einigen Jahren hatten wir bereits das Buch gelesen und den Kinofilm mit Jack Lemmon in seiner letzten (Haupt)rolle gesehen. Dabei waren wir zuerst etwas skeptisch, ob der uns aus vielen Filmen bekannte amerikanische Schauspieler und Komiker – der oft im Duo mit Walter Matthau zu sehen war – auch bei diesem ernsten Thema würde fesseln können. Er konnte. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit: Mitch Albom (der Autor, der seine Geschichte mit Morrie aufgeschrieben hat) ist ein erfolgreicher Sportjournalist, doch trotz seines beruflichen Erfolgs fühlt er eine Leere in seinem Leben. Eines Nachts sieht er zufällig in einer Nachrichtensendung, die seinen ehemaligen College-Professor Morrie Schwartz in den Fokus rückt, den er nach seinem Studium aus den Augen verloren hatte. Morrie, mittlerweile 78 Jahre alt, leidet an der unheilbaren Nervenerkrankung ALS und wird schon bald auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Bei ihrem ersten Treffen verläuft die Begegnung überraschend freundschaftlich, obwohl Mitch sich schuldig fühlt, den Kontakt zu Morrie nicht aufrecht erhalten zu haben. In den wöchentlichen Treffen, die folgen, führen die beiden tief gehende Diskussionen über das Leben, die Liebe, das Glück und den Tod. Mitch, der sich erneut in die Rolle eines Studenten versetzt fühlt, kann kaum fassen, dass die alte Freundschaft zwischen den beiden so schnell wieder aufgeblüht ist. Gemeinsam hinterfragen sie die oberflächliche und egozentrische Absurdität der Sportwelt.

Trotz Morries bevorstehendem Tod, bleibt er (s)ein Lehrer mit scharfem Verstand. Sein langsames Sterben gibt ihm eine bemerkenswerte Klarheit über die Dinge. In nur wenigen Monaten schaffen es die beiden, ihre Beziehung zu vertiefen und viele Aspekte des Lebens zu erforschen. Morrie bleibt für Mitch ein inspirierender Lehrer, der ihn dazu bringt, die Prioritäten in seinem eigenen Leben zu überdenken und die Werte jenseits der oberflächlichen Erfolge der Sportwelt zu schätzen.
Das Buch, der Film, aber durchaus auch das Theaterstück sind eine absolute Empfehlung von uns für alle, die Tiefgang mögen.

02. Februar – Lück muss man haben


Genau das hatten wir heute Vormittag am Schaalsee beim Fotoshooting. An einem wunderschönen Ort, fast direkt am Seeufer gelegen, hat Kristina Lück ihre Praxis- und Seminarräume. Dort arbeitet sie als Professional Coach und Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Psychotherapie. Nachdem wir uns erst einmal staunend den sehr nah gelegenen Schaalsee freuten, wurden wir von einer gut gelaunten Kristina herzlich empfangen. Wir kamen sofort ins Plaudern und gingen fast nahtlos zum Fotografieren über. Es war ein wunderbarer Austausch und die Zeit verging wie im Flug. Gut in Erinnerung geblieben ist uns außerdem der Erstkontakt von Kristina, die in ihrer E-Mail unter anderem schrieb: "Ihr seid mir wärmstens von Kathrin Götz empfohlen worden und ich versuche nun mein Glück, nachzufragen, ob ich die Chance auf ein Fotoshooting mit euch habe?" Nach unserem heutigen Fototermin können wir von ganzem Herzen antworten: Wir hatten heute das große (G)lück, Kristina kennenlernen zu dürfen und freuen uns auf weitere Termine mit ihr.
www.luecksgefuehle.de

01. Februar – So ein Quark
 

Vor eineigen Tagen wurde ich wieder einmal "Opfer" meines Instagram-Feeds. Genauer gesagt: von einem Reel auf Instagram. Dort sah ich, wie ein Brot aus Quark und Dinkelmehl gebacken wurde und dabei auch noch sehr ansprechend  aussah. DAS musste ausprobiert werden. Der Teig besteht einfach nur aus einem Teil Quark, einem Teil Dinkelmehl, etwas Backpulver, etwas Salz und je nach Belieben diverse getrocknete Kräuter, ein wenig Knoblauch und was einem sonst noch so einfällt. Nach einer guten halben Stunde im Ofen kann das Genießen bereits beginnen.  Selbst Christians anfängliche Skepsis wich schon nach dem ersten Bissen. Eine tolle Alternative zu klassischem Brot und so viel bekömmlicher.

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